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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RIEFENSTAHL

RIEFENSTAHL

SEELENSCHMERZ (44:27 min.)

LOY WORLD / TWILIGHT
Und wieder eine deutsche Band, die sich die Blöße gibt mit einem Namen aus dem ehemaligem nationalsozialistischen deutschen Reich zu kokettieren. Riefenstahl (Leni Riefenstahl - Tänzerin, Filmregisseurin und Fotografin, drehte die Propaganda-Filme „Sieg des Glaubens“, „Triumph des Willens, „Fest der Völker“ und „Fest der Schönheit“) sind natürlich keine Nazi-Band, und wollen auch keine sein. Also warum der vorprogrammierte Ärger? Aufsehen erregen werden sie sowieso nicht. Dafür ist das Thema zu ausgelutscht. Was Riefenstahl wirklich wollen, ist so sein wie Rammstein. Aber das gelingt ihnen nur im geringsten Ansatz. Sänger Jens Esch klingt wie eine billige Kopie des Böhse Onkelz-Sängers Kevin, allerdings ohne Dampf und wenig Aggressionen. Er hat eher eine von diesen Neue Deutsche Welle-Stimmen der frühen 80er-Jahre. Da fällt mir direkt Grobschnitt ein. Es ist halt die urtypische Art Deutschrock primitiv und langweilig zu singen. Das geht heutzutage so gar nicht mehr. Riefenstahl finden musikalisch einige lichte Momente, wie in „Was Wäre Wenn“ oder „Nichts“. Aber die Coverversion „Eiszeit“ (Ideal), mit Gastsänger Cemil Yavsan, der auch noch unnützerweise rappt? Hallo? Neue Deutsche Härte mit Rap? Also ehrlich, schlimmer geht’s nimmer. Die Programmings sind geistlos, nahezu alle Ideen sind geklaut und auf zig anderen Alben besser verwurstet. Zumindest gefällt mir der Refrain von „Dunkle Zeit“ und der ganze Track „Ich Will Dich Nicht Mehr“. Das ist doch schon was. Die Texte sind das Einzige, auf das diese Vier-Mann-Combo stolz sein darf. Hier tun sich dunkle Tiefen auf, Themen die Menschen nicht gerne ansprechen und angstvolle Szenarien. Deutsch ist doch eine schöne Sprache in den richtigen Händen. Leute, ein anderer Name, mehr Aggro-Vocals, viel mehr Power, hüpft nicht ständig zwischen Neue Deutsche Härte und Soft-Goth rum, und es sollte mit dem nächsten Album vielleicht klappen.
4/10 - SBk


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