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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MALNATT

MALNATT

CARMINA PAGANA (47:21 min.)

CCP RECORDS / SPV
Ja, „Carmina Pagana“ ist ungefähr das was ich erwartet habe. Eine feine und sehr eigenwillige Epic Pagan Black Metal Scheibe. Allerdings mit zwei, drei Hängern, die man mit etwas konzentrierterem Songwriting hätte vermeiden können. Aber der Reihe nach. Die Italiener Malnatt haben sich 1999 als einfache Thrash Band gegründet, allerdings hatte man schon in der Gründungszeit den unbedingten Willen sich von anderen Bands abzuheben und integrierte ein Akkordeon in die Musik, welches durchaus Lead-Aufgaben wahrnahm. In den folgenden Jahren probte man viel und versuchte sich selbst (musikalisch und imagetechnisch) zu finden und wechselte 2001 in Epic/Black Metal Gefilde. Ein erstes Tondokument erblickte 2002 in Form der Eigenveröffentlichung „Perle Per Porci“ (späterer Re-Release auf Il Male Productions) das Licht der Welt. Eine interessante CD, wenngleich das Songwriting noch nicht ganz ausgereift war. Zu diesem Zeitpunkt begann die siebenköpfige Combo um Bandleader und Frontmann Porz übrigens ihre Texte nicht nur in Italienisch, sondern im einheimischen Bologneser Slang zu verfassen. Auf der 2004er Split-CD mit Thodde (ebenfalls auf Il Male erschienen; vgl. beide Reviews in der Import-Ecke) war man songwriterisch schon weiter gewachsen und die Entwicklung ließ für die anstehende erste Veröffentlichung auf einem größeren Label hoffen. Und auch wenn Malnatt mit „Carmina Pagana“ aufgrund des nicht durchgehend hohen Songwriting-Levels noch nicht der ganz große Kracher gelungen ist, weist das Album doch einige der interessantesten Songs im Epic Pagan Black Metal auf. Dafür sorgt schon allein die fiese Stimme von Fronter Porz, der sich gesangstechnisch von Dsgrazia sowohl mit cleanen als auch mit grim female vocals unterstützen lässt, ebenso wie die eigenwilligen Lyrics mit Bologneser Slang, die Verwendung folkloristischer Instrumente wie Tamburin und Bodhran, nie übertriebener Keyboard-Begleitung sowie einfach einigen superben Kompositionen. Gleich der Opener „La Guera Di Inbezell“ weiß mit der Integration einer irischen Polka („After The Battle Of Aughrim“) und tollem keltischen Flair zu begeistern. Auch in das folgende „Al Baraben (Il Ballo Del Morto)“ wurde ein Traditional integriert und der Song gefällt sogar fast noch besser als der Opener, wenngleich ihm dessen Härte etwas abgeht und er als CD-Opener deshalb sicherlich keine so gute Wahl gewesen wäre. „Lorda Nera“ (oder „Filthy Black“ auf Englisch) erschafft eine schöne düstere Atmosphäre und bleibt weitestgehend bei der klassischen BM-Instrumentierung, bevor mit „Misantronoia“ der hohe Level etwas abflacht und mit dem nichtssagenden „Santo Masochismo“ seinen Tiefpunkt erreicht. Hier hätte die Band sich mehr Zeit nehmen sollen um mehr als nur durchschnittliches Material abzuliefern, das zwischen den restlichen Songs einfach versacken muß. Mit „Quiet Night“ wird es dann aber wieder besser und mit „Bulaggna“ geht es gar wieder richtig aufwärts. „Siamo Galli“ („We Are Celts“) bietet wieder grandiose Musikware unter erneuter Verwendung alten irischen Allgemeingutes, bevor eine neuere Version des bereits von der Split-CD bekannten „La Guera D`Incion“ mit schön abgestimmten Orgelklängen diese Scheibe zu einem treffsicheren Abschluß bringt. Ein Album, das meine Erwartungen zwar nicht übertrifft, aber Lust auf mehr macht. Malnatt sind auf jeden Fall ein Garant für Eigenwilligkeit und somit letztendlich auch für Abwechslung vom üblichen Einerlei. Ich hoffe, das wir Malnatt auch bald auf deutschen Bühnen antreffen können.

8/10 - SBr


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