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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BRITISH SEA P ....

BRITISH SEA POWER

OPEN SEASON (46:40 min.)

ROUGH TRADE / EMI
Wie im heimischen Deutschland die zweite Neue Deutsche Welle durch die Lautsprecher dudelt, so erhebt sich auf der Insel der Brit-Pop der zweiten Generation. Gott sei Dank sind dessen Vertreter wie Maximo Park durchweg intelligenter und erinnern sich gern früher Wurzeln samt Anleihen bei Bands wie Joy Division und Echo and the Bunnymen. Unangefochten zu diesen geilen neuen Bands gehört British Sea Power. Gleich der Opener „It Ended On An Oily Stage“ ihrer zweiten Vollzeit-CD „Open Season“ zeigt die Qualität: Obgleich das Stück, wie eigentlich alle anderen auch, als Popstück daherkommt, ist diese Klassifizierung zu kurz gegriffen. Denn der Bass hat ordentlich zu tun, die Drums sind weit dunkler als bei gewöhnlichem Gedudel. Und die Stimme von Sänger Yan ist eine Mischung aus Pathos und Langeweile, aus Hingabe und Abstumpfung. Und immer schwingt eine ordentliche Portion Melancholie mit und macht das Werk auch für Düsterfreunde interessant. „Be Gone“ ist ein wunderschönes Stück mit traumhafter Melodie und Traurigkeit. Zwischendrin auf dem Album zerren auch mal die Gitarren als wollten sie sagen: Das ist keine Plastikmusik! „Please Stand Up“ spielt ein bisschen mit cure-igen Gitarrenläufen. Stets spürt man die Detailverliebtheit der Musiker, die gewitzten Wege, die die Instrumente nehmen, ohne dabei verschnörkelt sondern immer geradlinig zu klingen. Die schönste Nummer ist für mich „To Get To Sleep“, hier dominieren anfänglich die Drums, alles ist gaaaanz langsam – im Verlauf steigert sich das Tempo und Gitarren hauen mächtig zu, der Schlusspunkt ein musikalisch schräger Geniestreich. Die ganze Bandbreite des musikalischen Könnens der jungen Band zeigt „Victorian Ice“, eine tanzbare, leicht folkige Nummer. Insgesamt ist „Open Season“ eine runde Scheibe mit wundervollen Songs jenseits deutlicher Klassifizierung, immer eine Spur zu müde fürs Radio und immer etwas trauriger als ein Regentag. Wunderschön! http://www.britishseapower.co.uk
Daniel “Bela” Bartsch - 8/10


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