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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MAGELLAN

MAGELLAN

SYMPHONY FOR A MISANTHROPE (46:57 min.)

INSIDE OUT / SPV
Bisher ist den Gebrüdern Gardner nichts ferner, als eingängige oder gar auf Anhieb nachvollziehbare Songs zu schreiben. Sind sie doch das Beispiel dafür einen Rhythmus zu setzen, wenn und wo ihn keiner erwartet oder ausladend exzessiv zu überraschen, so dass es schwierig wird zu folgen. So bleibt es auch bei „Symphony For A Misanthrope“ ein Fall für die eingefleischten oder hartgesottenen Fans, sich das Album zu erschließen. Ungeachtet dieser Einleitung, die sicherlich wie eine Warnung wirkt, bieten Magellan Prog in Reinkultur. Denn sind es nicht die Überraschungen, Rhythmuswechsel oder die teilweise dominierend und ausladend wirkenden Keyboardsounds, die dieses Genre prägen? Und genau davon wird uns reichlich geboten, und sind wir auch ehrlich, komponieren können die Herrschaften. Wirkt es auch manchmal verworren oder zerstückelt, alles hat Struktur. Ob es dann gefällt, ist sicherlich die andere Frage. Blendet man das Intro, was ich weniger auf einem Magellan-Album erwartet hätte, mal aus, bleibt mit ´Why Water Weeds?’ eine ordentliche Metalnummer, mit ´Wisdom’ eine einerseits schöne, aber gleichzeitig auch etwas nerviger Versuch einer Ballade, der mit ´Cranium Reef Suite’ das längste und auch recht überzeugende Stück der Scheibe folgt. Verzichtbar ist wiederum ´Pianissimo Intermission’, so dass man mittels Skip-Taste gleich weitergehen kann zu ´Doctor Concoctor’, etwas zwiespältig, weil ein recht elektronisch ausgefallenes Stück mit harten Drums. Abgeschlossen wird das Album mit dem Stück ´Every Bullet Needs Blood’, was mir persönlich am besten gefällt. Kommen wir also wieder zurück zu meinen einleitenden Worten, denn auch „Symphony For A Misanthrope“ bestätigt, dass Magellan nicht auf Anhieb zünden und sich der Zugänglichkeit auch etwas selber im Wege stehen. Die Gründe können im sehr keyboardlastigen Sound liegen, der für mich persönlich die anstrengendste Komponente darstellt und ungefähr gleichrangig mit dem ziemlich gleichförmigen und auf Dauer doch nervenden Gesang von Trent Gardner steht. Nein, ich will nicht alles an Trent festmachen, denn spielen kann er, nur wäre manchmal etwas weniger Keyboard etwas mehr Hörgenuss. Und wenn sich die Brüder schon regelmäßig Gastmusiker einladen, würde ich es auch begrüßen, wenn mal ein anderer Sänger am Start wäre. Letztendlich ist anzuraten, hier genau reinzuhören, denn ein Blindkauf kann zu einer bösen Überraschung führen.
6/10 - RB


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