Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MORGUL

MORGUL

ALL DEAD HERE (48:35 min.)

SEASONS OF MIST / SOULFOOD
Ein wirklich düsteres und spannendes Potpourri bieten Morgul auf ihrem - nunmehr - fünften Album „All Dead Here“. Das zum Einzelkampf geschrumpfte Projekt von J Maestro Discordia, oder auch Jack D. Ripper – ganz nach Belieben – Namen sind ja bekanntlich Schall und Rauch, entwickelt auf „All Dead Here“ mal eben locker ein wahres Spektakulum verschiedenster dunkelmetallischer Einflüsse, die es dem Rezensenten ausgesprochen schwer machen, das Ganze in eine Schublade zu stecken. Aber das macht es ja gerade interessant und eben – spannend. Über der Scheibe flimmert von Anfang an eine gewisse Grundmelancholie, die irgendwie nicht zu den üblichen Veröffentlichungen aus dem Land der Fjorde, Norwegen, passt. Vor allen Dingen, der fast überbordende Einsatz von Streichinstrumentsequenzen fällt hier merkwürdig extrem in das Ohr. Beginnt das Intro orchestral langsam eher wie als Filmmusik zu düsteren, opulenten Fantasystreifen, wechselt der Sound zu schleppendem Doom-Metal mit orientalisch anmutenden Gitarrenelementen, die auch gut aus Iron Maiden´s „Powerslave“ stammen könnten. Spielerisch leicht wird hier mit Effekten jongliert, die der Stimme den Charakter eines eigenen Instrumentes verleihen, das sich passgenau in den Gesamtsound integriert. Richtig zackig flott im Sinne alter Trash-Heroen geht´s weiter um dann zur Hälfte des Albums in dem Hammer-Song „Sanctus Perversum zu kumulieren. Da ist dann aber auch wirklich alles drin, was moderne Studiotechnik und Synthies zu bieten haben. Komplettes Programm. Und hat dann mit Black-/Death-Metal nicht mehr wirklich allzu viel zu tun – aber klasse. Aber eben diese Mischung macht es auch nicht eben einfach Zugang zu „All Dead Here“ zu finden. Definitiv kein Album, was man sich mal so anhören kann, dafür ist einfach zuviel drin. Über zwei gänsehauterzeugende Songs (wobei Jack D. Rippers Gesangsorgan hier teilweise wie Manson bei „Nobodies“ klingt) kommen wir zum Outro, das dem Ganzen die melancholische Krone aufsetzt und noch mal gaaanz tief in den Orchestergraben greift und - natürlich – nur die Streicher herausfischt. Aber wer denkt, dass es nun zu Ende sei, wird eines Besseren belehrt. Nach etlichen Minuten Stille schwupst noch ein Bonbon aus den Boxen… „All Dead Here“ ist schwere Kost verblüffend leicht serviert, eben ein Potpourri, dessen Geruch noch lange in den düsteren Hallen hängt, die Ihr Euer zu Hause nennt…
8/10 - MP


[ Zurück zum Index: 'M' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler