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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BITTERNESS

BITTERNESS

SWEET SUICIDE SOLUTIONS (46:34 min.)

EIGENPRODUKTION / SELBSTVERTRIEB
Bitterness stammen aus Konstanz am Bodensee und sind aus den Resten der Thrash-Combo Steel Tormentor hervorgegangen. Gegründet zu Beginn des Jahres 2001 hat man zunächst in Trio-Formation zwei Demo-CDs eingespielt ("...And Death Marches On"/2001; "Dawn Of Golden Blood"/2002), bevor man sich Ende 2002 entschied einen zweiten Gitarristen an Bord zu holen. Das Resultat liegt in Form der im Frühjahr 2003 eingespielten dritten Eigenproduktion "Sweet Suicide Solutions" vor. Und auch wenn die Bandmitglieder anscheinend alle über einen ausreichenden musikalischen Background mit entsprechender Vergangenheit verfügen, so überrascht "Sweet Suicide Solutions" doch sehr. Und durchaus nur im positiven Sinne. Das Quartett hat sich dem harten, aber melodischen Death Thrash verschrieben. Exzellentes Riffing trifft auf raue Thrash-Vocals, wie wir sie aus den Achtzigern und frühen Neunzigern kennen, dazu kommt ein guter Anteil an Melodien, die allerdings nie so umfassend und ständig präsent sind wie bei den typischen Vertretern der Göteborg-Schule. Die Süddeutschen kombinieren eigentlich eher die frühen Ausprägungen beider Stilrichtungen, will heißen die Gnadenlosigkeit und Brutalität von Kreator trifft auf die Melodien und das intelligente Songwriting von Grotesque und At The Gates. So entsteht ein komplexer Sound, der durch interessantes Songwriting und gelungene Dynamik-Wechsel zu begeistern weiß. Bitterness prügeln nicht haltlos auf ihre Instrumente ein, da wird überlegt - aber nie gekünstelt - strukturiert, um den Tracks die nötige Abwechslung zu verleihen. Neben zahllosen Killerriffs findet ihr vereinzelte Blast Parts ebenso wie einige Akustik-Sequenzen, die die Lieder entweder einleiten oder - wie in "The Last Dance" - für sich stehen. Lediglich der Gesang von Gitarrist Frank Urschler könnte in meinen Augen noch etwas facettenreicher sein, was aber nur ein zusätzlicher Anreiz wäre, da seine Stimme die Botschaften der Songs recht gut zu transportieren weiß. Als Highlights seien vielleicht der kraftvolle Opener "Architects Of The Apocalypse", das mit sehr vielen Facetten abwechslungsreich gestaltete "Embrace The Depression" sowie das Titellied genannt, obwohl es schwer fällt Songs hervorzuheben. Das vokaltechnisch stärker in reine Death Metal-Gefilde driftende "Chain Of Command" gefällt mir dagegen nicht so (bekanntermaßen hasse ich diese üblichen Grunzer). Da auch Produktion und Aufmachung absolut in Ordnung gehen, ist der Preis mit gerade einmal 6 Euro (zzgl. 2 € für P+V) eine echte Lachnummer, weshalb ihr jetzt nicht weiter zögern solltet. Deutschland hat eine superbe unsigned Death Thrash-Combo zu bieten. Unterstützt sie. http://www.bitterness.de
8/10 - SBr


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