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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MALNATT

MALNATT

PERLE PER PORCI (50:53 min.)

IL MALE PRODUCTION / ITALIEN-IMPORT
Malnatt waren die erste Veröffentlichung auf Il Male Production und Mainman Porz (alias Helois Pu) dürfte wohl auch der Mann hinter Il Male sein. Zählt man seine weiteren Projekte und Bands (Buzzum, Masseporz/Marbas Kult und Vedova) hinzu, scheint der Mann schwer beschäftigt zu sein. „Perle Per Porci“, das dem deutschen „Perlen vor die Säue werfen“ entspricht, ist die zweite Veröffentlichung Malnatts. Im Original 2002 als CD-R released, erfuhr das Teil 2003 einen Re-Release als eben erster Output des neu gegründeten Il Male-Labels. Malnatt haben 1999 als Thrash-Formation angefangen und diese Roots hört man einigen der Songs auch noch an, wenngleich die Italiener mittlerweile dem extremen Folk bzw. Pagan Black Metal zuzuordnen sind. Die Siebener-Formation hat es sich dabei zur Aufgabe gemacht die Genre-Grenzen zu verwischen und schrickt dabei auch vor gewagten Experimenten nicht zurück. So wird der CD-Opener „Como Poden“ – ein mittelalterliches Stück - lediglich durch ein Akkordeon (auch Ziehharmonika oder Schiffer-Klavier genannt) intoniert und dieses Instrument verfolgt uns auch auf den meisten der weiteren Tracks. In der aktuellen Formation hat man Akkordeon-Spieler Bistia wohl des Feldes verwiesen, aber auf „Perle Per Porci“ dominiert er halt noch in vielen Bereichen. Das Problem an der Sache ist, dass jenes Instrument den Sound Malnatts extrem prägt und einen ganz eigenen Stempel aufprägt, andererseits ist der Klang eines Akkordeons ganz einfach „fröhlich“. Inwiefern das zu einer Black Metal Band passt ist letztendlich fraglich. Vielleicht ist dies der Grund dafür, das Bistia nicht mehr mit dabei ist und lieber durch einen zweiten Gitarristen sowie einen Keyboarder ersetzt wurde. Aber auch ansonsten passt im Sound Malnatts noch nicht alles 100%ig zusammen. Man merkt, dass die Band bewusst anders sein will, dafür aber manchmal Dinge zusammenfügt, die nicht ganz zusammen passen wollen. So wird in das im Grunde gute „Deus Vulti!“, welches mit schönen Akustik-Gitarren beginnt und das starke folkige Melodien im Kontrast zu grimmen Vocals einsetzt, auf einmal ein völlig unpassender Gitarrensound eingefügt, der eigentlich eher zu einer progressiven Art-Rock Band passen würde. Die klaren weiblichen Vocals von Background-Sängerin Dsgrazia fügen sich dagegen sehr gut ein. „Ira“ ist eher eine Trash-Attacke mit Hyper Speed-Drumming und schnellem, tiefen Gesang. Überhaupt bevorzugt Sänger Porz die tiefen dunklen Tonlagen. Black Metal Gekreische werdet ihr von ihm nicht zu hören bekommen. Textlich toben die Bolognesen sich übrigens nicht einmal in Italienisch aus, sondern Porz schreibt seine eigenen Texte – bzw. verarbeitet in etwa „La Vanpira“ Texte von Baudelaire – im heimischen Bologneser Slang. Ihr seht, Malnatt betreten Pfade weitab des Üblichen und sind dafür auch bereit einige Fettnäpfchen in Kauf zu nehmen. Der Größte war allerdings die etwas über 3-minütige Nu Metal-Verarsche „Pezzo Di Metal“ zum Ende der CD. Absolut überflüssig. Überflüssig sind dagegen weder das spanisch beeinflusste Instrumental mit Akustik-Gitarre namens „Talebano“, noch das sich über vier Teile/Songs erstreckende „Atto“, das sich thematisch mit der nordischen Mythologie aus einer zeitgenössischen Sichtweise und mit einer gehörigen Portion Sozial-Kritik auseinandersetzt. Malnatt sind mutig und diesen Mut möchte ich vorerst mit sieben Punkten belohnen. Sehr gespannt bin ich auf das demnächst erscheinende neue Album. Dieses wird den Weg und die weitere Zukunft Malnatts entscheiden. http://www.malnatt.org ; http://www.ilmaleproduction.com
7/10 - SBr


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