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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RPWL

RPWL

WORLD THROUGH MY EYES (70:51 min.)

INSIDEOUT / SPV
Bajuwarischer Progrock ist mir bisher noch nicht untergekommen, aber wenn sich InsideOut der Sache angenommen hat, ist das in der Regel schon wie ein Qualitätssiegel anzusehen. Ursprünglich starteten RPWL unter dem Namen Violet District als Pink Floyd-Cover-Band, wobei dieser Einfluss auch heute noch stark herauszuhören ist, jedoch auch nicht geleugnet wird. Der nicht gerade einfallsreiche Name RPWL setzt sich aus den Initialen der damaligen Bandmitglieder Phil Paus Rissettio (Schlagzeug), Chris Postl (Bass), Kalle Wallner (Gitarre) und Yogi Lang (Gesang/Keyboard) zusammen. Mittlerweile hat Manfred Müller das Schlagzeug und Stephan Ebner den Part am Bass übernommen. Auch das vierte Album ist von einem Leitthema bestimmt und so steht der Ersatz der Intuition durch den schnöden Mammon im Vordergrund. Als weiteren Einfluss haben die östlichen Lehren in Form der indischen Mythologie und das „Ramayana“, ein religiöses Buch über die Werte des Menschen Eingang gefunden und drücken sich durch zusätzliche indische Klangelemente aus. Der Opener ’Sleep’ ist nicht nur der rockende Auftakt, sondern wartet auch mit fernöstlicher Perkussion auf. Insgesamt fällt das Klangspektrum auf, was dargeboten wird. Den Protagonisten wird reichlich Raum geboten, ohne dass sie sich darin verlieren, Längen produzieren oder mittels Klangteppichen den Sound überfrachten. Für ’Roses’ konnte Ray Wilson zu einem Gastspiel gewonnen werden. Überzeugte er bereits bei Stiltskin bzw. Genesis, liefert seine unverwechselbare Stimme auch hier einen überzeugenden Part mit eigener Note ab. Der zehnminütige Titeltrack stellt auch den Höhepunkt des Albums dar. Fernöstlich dominiert, kommt er erst etwas sperrig und gewöhnungsbedürftig ans Ohr, um dann unterstützt von Drums und Tablas an Fahrt zu gewinnen. RPWL variieren zwischen verträumt und verspielt, verlieren bei der ganzen Harmonie aber den rockigen Aspekt nicht aus den Augen und überzeugen durch wohldosierte Instrumentalisierung. Dazu gesellt sich die angenehme, zur Entspannung einladende Stimme von Yogi Lang. Im Ergebnis steht ein sehr gutes Progalbum, umspielt vom wohligen Hauch von Floyd. Trotz dieser Nähe verkörpern sie sich selbst und bieten interessante Facetten, die sie auf eine Stufe mit den Großen dieses Genres stellen. Wie es bei InsideOut mittlerweile üblich ist, gibt es auch diese Veröffentlichung nicht nur im Jewel Case, sondern auch als Special Edition Hybrid-SACD im 5.1-Mix im Pappschuber, der ein erweitertes Booklet sowie den zehnminütigen Bonustrack ’New Stars’ beinhaltet. Auch wer keine Surround-Anlage besitzt, braucht nicht verzichten, denn die CD wird von allen herkömmlichen Playern erkannt.
9/10 - RB


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