Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MIDNATTSOL

MIDNATTSOL

WHERE TWILIGHT DWELLS (51:17 min.)

NAPALM / SPV
Napalm Records entwickeln sich immer mehr zu einem Label, das auch echte Randgruppen des Metals bedient. Midnattsol sind so eine Truppe; erst im Jahre 2002 gegründet, besteht die norwegisch-deutsche Combo u.a. aus ehemaligen Mitgliedern der deutschen Black Gothic Combo Penetralia sowie Liv Christines kleiner Schwester Carmen Espaenas am Mikro. Geboten wird eine Art Gothic Folk, der vom Härtgrad zu keiner Zeit mit Gothic Metal Truppen vom Schlage Tristanias, Theatre Of Tragedys (dieser Vergleich muss natürlich irgendwo auftauchen) etc. heranreicht, allerdings auch in eine völlig andere Richtung geht als der Pop Metal der Schweizer Visions Of Atlantis (selbes Label). Während das Labelinfo aufgrund einiger Akkustikgitarren (insbesondere in „Unpayable Silence“ oder „Tarefall“) Erinnerungen an Bathory oder den Schwermut von Anathema wecken möchte, so finde ich doch – vor allen Dingen wegen des in diesen Songs sehr melancholischen und folklastigen Gesanges von Carmen Espaenas – eher Parallelen zu Künstlern wie Loreena McKennit im Sound des Sechsers. Zweifellos ein Kompliment, wenngleich Midnattsols Kompositionen zu keiner Zeit an die atmosphärische Dichte dieser Ausnahme-Sängerin heranreichen. Und auch genau im Gesang steckt das "Hauptproblem" der Truppe. Ebenso wie bei Leaves Eyes, empfinde ich den Gesang Carmens als zu hoch und im Vergleich zur Schwester auch dünner und naturgemäß noch nicht so ausgeprägt. Nun könnte man der Sängerin ja Zeit zur Entwicklung geben, so wie auch Liv Christines Entwicklung zur Solokünstlerin über verschiedene Stationen führte. Dummerweise hat man Carmens Stimme bei der Produktion so sehr in den Vordergrund gerückt, dass sämtliche Instrumente (abgesehen vom Keyboard) irgendwie untergehen. Mit dem Resultat, dass die Gesangsmelodien einfach zu süss, zu klebrig wirken. Will die Band nicht das "Metal" aus ihrer Bezeichnung "Nordic Folk Metal" streichen müssen, so sollte man live den Saiteninstrumenten mehr Raum geben. Aber trotz dieser Kritikpunkte ist "Where Twilight Dwells" ein shönes Album, wenngleich kein Highlight. Anspieltipps: "Unpayable Silence" sowie "Desolation" und „Tapt Av Hap“.
7/10 - SBr


[ Zurück zum Index: 'M' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler