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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: REVEREND BIZA ....

REVEREND BIZARRE

HARBINGER OF METAL (74:02 min.)

SPINEFARM / SOULFOOD
Der heißeste Doom-Act, der in den letzten Jahren aus dem Untergrund ans Licht gekrochen kam, schlägt erneut unbarmherzig zu. "Harbinger" ist ein instrumentales Quasi-Intro, das die Schlagzahl vorgibt für die darauf folgenden 70 intensiven Minuten. Bereits aus Demo-Zeiten bekannt ist "Strange Horizon", ein grooviges, melodisches Stück, das einen starken Auftakt markiert. "Hand in hand we´ll go into the land below" heißt es da. Genau, Jungs, da komme ich doch gern mit! "The Ambassador" leitet den düstersten Teil der Scheibe ein, der aus dem 20-minütigen "From The Void" besteht. Geflüsterte, unheilvolle Textzeilen, begleitet von gaaanz langsamen Klampfen, dürften den einen oder anderen Möchtegerndoomer zur Verzweiflung treiben. Frühe Cathedral lassen grüßen; allerdings wären diese nie cool genug gewesen, inmitten des Songs ein mehrminütiges, schwerstens verschrobenes Drumsolo an den Start zu bringen. Sowas ist heutzutage ja schon echt wieder innovativ! Als nächstes folgt der Hit der Scheibe, "The Wandering Jew", auch nicht gerade radiotauglich mit seinen ca. 18 Minuten. Das Tempo wird angezogen, der Bass pumpt treibend, und man hat die Szenerie greifbar vor Augen, wie der Nazarener mit fettem Kreuz beladen zum "Place of Skulls" schlurft. Bei dem Sound fällt es auch nicht schwer sich vorzustellen, man selbst sei von ihm verflucht worden, bis zum jüngsten Tag rastlos auf diesem Planeten umher zu wandern. Im ekstatischsten Veitstanz, versteht sich. "Into The Realms Of Magickal Entertainment" ist ein weiteres Interludium, das auf das abschließende "Dunkelheit" einstimmt. Dieses äußerst atmosphärische Stück ist doch glatt eine Coverversion von Burzum, was mir fast nicht aufgefallen wäre, so gut passt es zum restlichen Material. Doomig-düster wirst du von diesem eindringlichen Epos verabschiedet und mit dem Verlangen nach mehr zurück gelassen. Derart frisch und originell kann Doom Metal also auch nach 25 Jahren noch klingen. So gehet hin, ihr Brüder und Schwestern, und höret zu, was der bizarre Reverend euch predigt, denn sein ist die Zeitlupe...
9/10 - CB


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