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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: METAL CHURCH

METAL CHURCH

THE WEIGHT OF THE WORLD (56:33 min.)

STEAMHAMMER / SPV
Die Rezension eines neuen Metal Church-Albums ist für mich keine einfache und für die Band sicherlich kein fairer Job, zu groß ist doch die "Bürde", welche die Washingtoner Combo mit den Meilensteinen "Metal Church" (mit Sänger David Wayne) und "Blessing In Disguise" (mit dem besseren, aber weniger charismatischen Frontmann Mike Howe) mit sich herumträgt. Logischweise muss sich jeder Output mit diesen beiden Giganten messen lassen. Nicht zuletzt deshalb ist das Comeback-Album "Masterpeace" (Hey, das ist schon wieder unglaubliche 5 Jahre her!) ziemlich in die Hose gegangen. Für das aktuelle Werk "The Weight Of The World" hat Mastermind, Songwriter und Gitarrero Kurdt Vanderhoof lediglich auf seinen alten Kumpel Kirk Arrington (Drums) zurück gegriffen, der bisher bei jeder MC-Veröffentlichung dabei war. Ansonsten hat er sich mit Jay Reynolds (Ex-Gitarrist der seligen Malice) und Ronny Munroe (Vocals, Ex-Rottweiller) zumindest namhafte Verstärkung geholt. Nun gut, nur die Musik zählt! Und spätestens hier beginnen die Altlasten. Nach dem ersten Durchlauf von "The Weight..." wollte ich schon sechs Punkte zücken, machte mir dann aber bewußt, dass das geniale Debut nun mittlerweile 20 (!!!!) Jahre zurück liegt und beschloß, dem Album mindestens einen weiteren Durchlauf zu gönnen. Fazit: "The Weight Of The World" ist für sich betrachtet eine nette Scheibe, die ein bißchen Zeit zur Entfaltung benötigt. Songs wie das Titellied, "Hero´s Soul", das balladesk beginnende "Wings Of Tomorrow" oder das flotte und mit gutem Chorus ausgestattete "Bomb To Drop" sind einfach gute Banger. Das restliche Material versinkt leider im Durchschnitt. Neu-Sänger Ronny macht zwar einen recht guten Job, orientiert sich ein bisschen Richtung Maiden (hört euch "Madman´s Soul" an), obwohl er sehr viel rauher ist als Mr. Dickinson, kommt allerdings nicht an seine beiden hervorragenden Vorgänger heran. Aber das eigentliche Problem ist das Songwriting. Fast jeder Song enthält Passagen die wirklich gut sind und Erinnerungen an "Blessing In Disguise" aufkommen lassen, aber diese Geistesblitze gehen dann kurze Zeit später in belanglosen Hooks, durchschnittlichen Riffs oder gar langweiligen Melodien unter und die Band wird von den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Klar, Metal Church hat einen Namen und eine starke Vergangenheit. Und genau deshalb war es wohl ein Fehler von Mr. Vanderhoof die Band nochmals zu beleben. Stattdessen sollte er Metal Church nun lieber ganz zu Grabe tragen und es unter neuem Namen und mit starken Songs erneut versuchen. Mit Hall Aflame hatte er bereits vor Jahren bewiesen, dass er dazu in der Lage ist.
7/10 - SBr


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