Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RELIC

RELIC

LIFT UP YOUR GATES (OF HELL) …AND THE KING OF GLORY SHALL COME IN (33:31 min.)

EIGENPRODUKTION / US-IMPORT
Relic sind Freaks, so viel steht wohl fest! Nicht nur, dass sie ihre klar vom 70ies (Prog) Rock beeinflusste Musik „Medieval Art Rock“ nennen und für die Texte Gedichte und sonstige Poesie aus dem Mittelalter verwursten, nein, sie treten live auch noch in kompletter Rüstung an. Ja, ich meine tatsächlich Ritterrüstungen. Des Weiteren hat der Keyboarder auf den Musiker-Photos gleich acht oder neun Keyboards um sich herum aufgebaut, mit denen er anscheinend gleichzeitig hantieren möchte. (Soll wohl die Burgmauer sein!) Der Gitarrist erwehrt sich der Feinde dagegen mit einem zwei-hälsigen Instrument. Okay, dem Duell von Gitarre und Keyboard steht dann nun nichts mehr im Wege. Los geht´s! Das Intro - "Overture" - ist gut gelungen, weist eine gefällige Melodie auf. Der erste richtige Song, nämlich "Dance Of Death", spielt mit verschiedenen, technisch veränderten Gesängen. So hört sich "Vada" (der Leadsänger) teilweise an, als würde er durch einen Helm singen. Ist aber tatsächlich derjenige in der Band, der keinen Helm trägt. Dazu gibt es quietschige Gitarren und ein freakiges Keyboard. Nicht sehr gelungen. Mit "Kill Them All" wird die Sache dann schon wesentlich runder. Hier gibt es endlich vernünftigen Gesang und auch einen coolen Refrain. Die langen Instrumentalparts (der gesamte Song dauert 8:40 min) finde ich persönlich zwar etwas nervig, aber diese sind nun einmal Bestandteil dieser 70ies Rock Bands und auch von vielen der heutigen Prog Rock Bands. Das folgende "I Want To Be An Angel" klingt wie eine Mischung aus Led Zeppelin und alten Pink Floyd, dazu kommt dann mitten im Song ein Pfeifen (nicht so wie in den Scorpions-Songs, aber immerhin ein Pfeifen!), der dem Track ein sehr ungewöhnliches Feeling gibt. "Lift Up..." ist das erste Album dieser Band, die damit beweisen, dass es in der Bay Area nicht nur Thrash Combos gibt. Album Nummero 2 ist übrigens bereits erhältlich und Nummero 3 ("Histories") und Nummero 4 (wahrscheinlich "Destruction" betitelt) sind bereits in der Mache. Relic hecheln also definitiv keinem Trend hinterher und ziehen konsequent ihr Ding durch. Wenn ihr diesem 70ies Progressive Art Rock gegenüber also aufgeschlossen seid und ihr schon immer wissen wolltet wie eine Mischung aus Yes, alten Pink Floyd, etwas Led Zeppelin, King Crimson (den erklärten Heroes des Keyboarders), early Genesis und ein bisschen frühen Rush klingt, dann solltet ihr 7 US-$ plus Porto investieren. Extrem gewöhnungsbedürftig ist nach meiner Auffassung allerdings der Gesang mit seinen zum Teil bizarren Effekten. Für Europa hat man mittlerweile wohl auch einen Vertriebsdeal mit den Franzosen Musea Records abschließen können. http://www.relicscastle.com
6/10 - SBr


[ Zurück zum Index: 'R' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler