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RUMO & DIE WUNDER IM DUNKELN

WALTER MOERS

PIPER VERLAG MÜNCHEN

694 Seiten / 26, 90 EUR
Definitiv kein Kindermärchen ist das neue Buch von Walter Moers „Rumo & Die Wunder im Dunkeln“.
Im – nunmehr dritten – seitenstarken Wälzer von der Fabelwelt Zamonien wird gekämpft, gemeuchelt und gemordet, gemetzelt und gefoltert, gewürgt und gestorben, dass ein Totengräber seine wahre Freude haben könnte.
Nach den „13 1/2 Leben des Käp´ten Blaubär“ und „Ensel & Kretel“ vertieft der Erfinder des kleinen Arschlochs und des oft massiv kritisierten „Adolf“ den Einblick in seinen neu erschaffenen Kontinent Zamonien, der von vielerlei Fabel- und Märchenwesen bevölkert wird. Unter anderem von den Wolpertingern…
Und von einem von diesen Hunden mit Hörnern handelt dieses Buch.
Der kleine Wolpertinger Rumo – nach einem Kartenspiel benannt – ist nicht gerade der hellste Stern unter dem Himmel der Intellektualität , zeichnet sich aber durch eine, schon massiv zu nennende, Beharrlichkeit aus was die Durchsetzung seiner Ziele betrifft.
Einmal losgelassen, verfolgt er seinen Pfad relativ wortkarg ohne nach links und rechts zu blicken, was manchmal etwas langweilig wirkt. Und dennoch wird er zum Held wider Willen, da er doch eigentlich nur den „silbernen Faden“ finden will, ein Synonym für die Liebe.
Wer die anderen Bücher von Moers (den übrigens schon seit Jahren kaum ein Mensch mehr irgendwo öffentlich gesehen hat) kennt, wird bei „Rumo & Die Wunder im Dunkeln“ viele neue und interessante Einblicke in die Kunstwelt ´Zamonien´ finden. Und viele Wiederbegegnungen mit den abgefahrenen Bewohnern dieses Kontinents. Da wäre natürlich die Haifischmade Smeik an erster Stelle genannt und auch – in einer Nebenrolle – der 7 gehirnige Professor Nachtigaller. Eigentlich kann man diese sprudelnde Kreativität in der Erschaffung neuer Charaktere nur unter Lysergsäurediethylamid erleben, aber scheinbar schafft Walter Moers das auch ohne jegliche Drogen.
Eine spannende Geschichte ist die vom Wolpertinger Rumo auf jeden Fall. Und auch hier geht´s um die Liebe, die zum Schluss, aber auch erst wirklich ganz zum Schluss (auf den letzten zwei Seiten) gefunden wird.
Ein irres Gemisch von Fabelwesen, Lexikalischen ZwischenInformationen und teilweise höchst humoresken Intermezzi machen „Rumo & Die Wunder im Dunkeln“ zu einem Leseerlebnis allererster Kajüte.
Und macht Hunger auf mehr…
Mehr von den Teufelsfelsen, der Nebelqualle, der Untenwelt, den Fallenstädten, Löwenzahn und Grinzold, den Vrahoks, dem Nurnenbaum und natürlich Voltozan Smeik, der Haifischmade…und, und, und….



In jeder Buchhandlung, hab´s sogar schon im Haushaltswarenkaufhaus entdecken können...
MP


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