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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MOONLIGHT

MOONLIGHT

CANDRA (45:45 min.)

METAL MIND / BELLAPHON
Mit "Candra" servieren uns Moonlight bereits ihr sechstes offizielles Werk, und nachdem mich der Vorgänger "Yaishi" schon mit Goth-Metal fernab jeglicher Konfektionsgrößen packen konnte, war meine Erwartungshaltung doch relativ hoch angesetzt. Das polnische Quintett nimmt die Messlatte allerdings mit Bravour und einer feinen Weiterentwicklung, denn die acht Eigenkompositionen weisen leicht abgespeckte Arrangements auf und kriechen mit einer etwas ruhigeren Grundstimmung in meinen Gehörgang. Auch elektronische Komponenten werden geschickt genutzt, ohne jedoch zum reinen Selbstzweck zu verkommen, denn weniger ist im Falle Moonlights auch hier eindeutig mehr. Soll man es noch Goth-Metal nennen? Eher nicht, auch wenn noch einige Fragmente an die Delight-Wurzeln erinnern, aber die Formation um Sängerin Maja Konarska geht weiter auf dem Weg zu einer eigenständigen künstlerischen Nische. Der finstere Opener "Ronaa" ist noch mit einigen abgründigen Monster-Riffs bestückt, "Luna II" und "Meren-Re" kommen fast gänzlich ohne verzerrte Gitarren aus, nehmen dafür aber atmosphärisch gefangen und weisen wunderschöne, gesangliche Harmoniebögen auf. Es ist überhaupt Maja, die mit ihrer expressiven, warmen, eindringlichen Stimme das auditive Geschehen dominiert. "Body Dialogue" hat zunächst Ähnlichkeiten mit der unterkühlten Ausrichtung des Tori Amos-Albums "From The Choirgirl Hotel", ehe der Stromgitarren-dominierte, herrliche Refrain den Song in düster-metallische Regionen führt. Als weiteres Beispiel für die kompositorische Klasse der Musiker möchte ich das in polnischer Sprache vorgetragene "To See Yourself" nennen, welches rein vokal einsteigt und hinsichtlich der verschiedenen Harmoniesätze den Einfluss der Großmeister Dead Can Dance aufzeigt, auch die folgende Gesang plus Piano-Passage ist einfach nur schön. Delight sind ohne Frage die stärksten Künstler unter der Label-Flagge von Metal Mind und haben mit "Candra" ein faszinierendes Werk abgeliefert.
8/10 - CL


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