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ALLE REVIEWS :: BATTLEROAR

BATTLEROAR

CODEX EPICUS (54:58 min.)

CRUZ DEL SUR / SOULFOOD
Von Wrathblade, Gatekeeper, Solstice, Visigoth, Eternal Champion und meinetwegen auch Emblem erschienen in den letzten zwölf Monaten vielbeachtete Pfundskerle im Epic-Metal-Genre. Die seit 15 Jahren konstant Alben veröffentlichenden Battleroar müssen sich also starker, mitunter jedoch auch etwas verklärter Konkurrenz stellen. Wie bei Griechen so üblich, tun sie dies ohne Scheu und mit breiter Brust. Noch immer mit teutonischer Verstärkung am Mikro (Hans Dampf in allen Metal-Gassen Gerrit Mutz) verrät schon der Titel große Ambitionen ‒ die die Band mit großer Souveränität akustisch endzuveredeln weiß. Der Opener "We Shall Conquer" überzeugt denn auch mit großartigem Aufbau, geschmackvollen Leads und natürlich schlachtengestähltem, majestätischem Chorus. "Sword Of The Flame" ist, nicht zuletzt dank Mark Sheltons Gastvocals, m.E. gar ein kleiner Genreklassiker geworden, dessen dunkle Tiefen an die besten Momente der seligen DoomSword-Großtaten (inkl. massiver Bathory-Chöre) gemahnen: Keep It True-Stoff vom Allerfeinsten. Der Sound lehnt sich im Rhythmusbereich lecker an Maiden-Epen an (man höre den klackernden Bass), aber ansonsten herrscht hier die ganz große Sword & Sorcery-Geste, dickklötig-muskelbepackter Testosteronsport also, angereichert mit einem Schuss nivea-jogischer Melancholie. "Chronicles Of Might" kramt erneut die Quorthon-Keule hervor und sorgt darüber hinaus mit seiner wundervollen Gitarrenarbeit für Gänsehaut. Die Band schwebt konstant über sich an Klippen brechenden Wellen und hebt von dort immer wieder zu ausgedehnten Flügen über schroffe Gebirgszüge ab, ohne dass dem Fluggast schummrig zumute würde. Vielmehr fühlt man sich aufgrund der nie öden Landschaftsarchitektonik stets gut unterhalten und ertappt sich beim fleißigen Luftdrumming oder -gitarrieren. Wie die Band etwa in "Palace Of The Martyrs" einen spannungsvoll nachhallenden Gitarrenanschlag in ein knackig-kurzes Melodik-Epos (mit fettem Moshriff im Mittelteil) überführt ist beeindruckend. Zum ganz großen Glück fehlen lediglich die absoluten Monsterhooks, die einen Genreklassiker ausmachen. Vor den eingangs genannten Bands (wie erwähnt meiner Meinung nach mitunter etwas überbewertet) müssen sich Battleroar anno 2018 jedoch mitnichten verstecken. Geiles Ding!
8/10 - PM.


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