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ALLE REVIEWS :: NILS PATRIK J ....

NILS PATRIK JOHANSSON

EVIL DELUXE (57:38 min.)

METALVILLE / ROUGH TRADE
Nun, eigentlich zergeht Herrn Johanssons Name Fans geschmackvollen Hardrocks oder melodischen Metals auf der Zunge wie ein gediegenes uruguayisches Steak: mit Astral Doors hat er sich einen soliden Ruf als stimmlicher Nachlassverwalter Ronnie James Dios erkämpft, auch wenn sich die Alben der Schweden sicher nie in den Qualitätssphären von "Holy Diver" oder "The Last In Line" bewegen. Was er sich jedoch mit seinem ersten, vor Klischees triefenden (man beachte den Titel) Soloalbum gedacht hat, bleibt in profundester Weise schleierhaft. Symphonischer Schunkel-Metal, der klingt, als hätten Victor Smolski und Tumoas Holopainen in ihren Albträumen das Songwriting übernommen und dabei Wolf Hoffmann mit Orchester ins Universum geschossen ("Burning" wird elefantös in den Sand gesetzt), dominiert dieses Manifest des Schreckens. Pompöse Synthieteppiche überlagern halbgare Riffs und schwülstige Hooks (beispielhaft: "Estonia"), allenthalben denkt man, Butox-Putin galoppiere testosterongeschwängert oben ohne durch irgendwelche russische Karpaten und zertrampele die Grenzen des guten Geschmacks sowie anderer Staaten und feiere sich dabei selbst. "Reim Dir oder ich beiß Dir"-Prosa à la "How The West Was Won" ("The boys were marching out to war, the women cried, and that´s for sure") spiegelt die zerhackte Schunkel-Rhythmik eines Albums, dessen Irrelevanz nur noch von seiner Peinlichkeit übertroffen wird. Inwiefern dieses Gesülze "die Wurzeln des wahren Heavy Metal" (Waschzettel) widerspiegeln soll, erschließt sich mir nullkommagarnicht. Wer Johansson dazu noch in dem knappen Werbetext Mitmusiker von "Grace Digger" (sic) zur Seite stellt, der hat dies Album wohl schon selbst abgeschrieben. Danke für die Steilvorlage, tue ich hiermit auch.
3,5/10 - PM.


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