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ALLE REVIEWS :: LORD VIGO

LORD VIGO

SIX MUST DIE (45:00 min.)

NO REMORSE / SOULFOOD
Die Epic Doomster von LORD VIGO sind ein Phänomen. Als sie sich 2015 mit ihrer "Under Carpathian Sun"-EP anschickten den Underground aufzumischen, wurden sie von einigen ob ihres enormen Kauzfaktors und ihres kruden Images zunächst belächelt. Doch schon damals war das enorme Potenzial der Pfälzer eigentlich unübersehbar. Nur drei Jahre und drei Longplayer später, hat sich das zum Quintett angewachsene Trio die Metal-Welt - frei nach dem Bandmotto "Obey The Lord!" - endgültig Untertan gemacht. Alleine der einjährige Veröffentlichungsrhythmus und die schier unerschöpfliche Kreativität der Truppe um die Brüder Vinz und Volguus ringt einem größten Respekt ab, vor allem, wenn man weiß, wie akribisch gerade diese beiden an jedem Album arbeiten. Die musikalische Entwicklung von LORD VIGO hat nun mit "Six Must Die" die nächste Evolutionsstufe erreicht. Die Markenzeichen der Band sind und waren der markante, wehklagende Gesang, die organisch-druckvolle Produktion (Vor allem der Drumsound hebt sich wieder angenehm vom getriggerten Einerlei vieler moderner Veröffentlichungen ab) und die zweistimmigen Gitarrenharmonien, die einem meterdicke Gänsepelle auf die Unterarme zaubern. Das beste Beispiel dafür ist das instrumentale Intro "Elisabeth Dane", gefolgt vom eigentlichen Opener "Doom Shall Rise" (schade, dass es das gleichnamige Festival nicht mehr gibt!), welches jetzt bereits die Doom-Hymne des Jahres sein dürfte. Dabei greift dieses Genre mittlerweile viel zu kurz für LORD VIGO, denn an vielen Stellen bereichern die Pfälzer Vampirjäger ihren Stil um Elemente aus klassischem Metal (Warlord) und Rock (Wishbone Ash). Die Keyboarduntermalung und die Sprachsamples werden auf "Six Must Die" gezielter und dezenter eingesetzt wie noch beim Vorgänger "Blackborne Souls", auch wenn im dreizehnminütigen Titelstück, der Vertonung des Carpenter-Kinoklassikers "The Fog", sogar ganze Filmpassagen nachgesprochen werden und die Hammond-Orgel mental auf den im Nebel zerschellten Schoner des leprakranken William Blake versetzt. Somit ist die eine Hälfte von "Six Must Die" quasi die Vertonung von "The Fog", während die andere Hälfte konzeptionell an "Blackborne Souls" anschließt. Das Coverartwork ist wieder einmal allererste Sahne und stammt diesmal von Markus Vesper, der bereits für die Vigo`schen Seelenverwandten von Manilla Road gearbeitet hat. Das diesmal in dezentem Violett gehaltene Cöver kommt im Größförmat auf Platte bestimmt besönders gut. In diesem Sinne: ÖBEY THE LÖRD!
9/10 - AF.


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