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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MOURNERS LAME ....

MOURNERS LAMENT

WE ALL BE GIVEN (43:39 min.)

HAMMERHEART / H´ART
Einst eine der (zugegeben vielen) Spielwiesen der heutigen Doom-Szenegröße Felipe Plaza Kutzbach (Procession, Capilla Ardente, Deströyer666), drohten die Chilenen in der Versenkung zu verschwinden. Doch Totgeglaubte leben länger: dieses ursprünglich im letzten Winter veröffentlichte (und jetzt als Lizenzpressung wiederveröffentlichte) Kleinod hätte man den Südamerikanern in dieser Form nicht zugetraut, auch wenn immerhin zwei zwölf Jahre alte Songs recycelt werden. Der hier inbrünstig zelebrierte Doom DEATH ist pechschwarz und dennoch leichtfüßig, dabei beruft sich die Band auf Stimmungen ihrer genialen Landsleute Mar De Grises, natürlich auch auf die unvermeidlichen My Dying Bride, aber auch Saturnus in ihren düstersten Momenten oder die symphonische Ader Swallow The Suns scheinen durch. Dabei orientiert man sich, auch wenn sehnsuchtsvolle Gitarrenmelodien mitunter die unheilschwangere Finsternis durchschneiden (der Hammersong "Suffocating Hopes"), immer an den modrigen Doomgewässern der 90er (wenn auch in nicht ganz so fauliger Form wie etwa Ophis), die man nur gelegentlich mit etwas Wohlgeruch aufpeppt – dies drückt sich auch im Wechselspiel zwischen gutturalen Growls (Löwenanteil) und düsterem Sprechgesang aus. Aber natürlich geht Südamerikanern auch der Sinn für´s Theatralische nicht ab: wenn sie in "This Storm" zur großen Gitarrengeste ausholen, treffen sie mitten unters Gebälk. Ähnlich wie Mourning Beloveth in ihren besten Momenten haben Mourners Lament ein Gespür dafür, wie man einen langen Song gleichzeitig atmen lässt und packend arrangiert: exemplarisch führt man dies im starken Titeltrack vor, der immerhin in "Rime Of The Ancient Mariner"-Länge erstrahlt. Für qualitätsbewusste Doom Deather ein Muss, aber auch offenherzigere Extrem-Metaller dürfen hier gerne mal reinhören.
7,5/10 - PM.


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