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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: ROYAL THUNDER

ROYAL THUNDER

WICK (54:47 min.)

SPINEFARM / UNIVERSAL
Für mich stachen Royal Thunder qualitativ in den letzten Jahren deutlich aus der Doom- / Retrobewegung heraus. Hauptgründe dafür waren neben der charismatischen Ausstrahlung und Stimme von Fronterin Mlny Parsonz großartige Songs wie "Whispering World" oder das gar elefantöse "Time Machine", die eine eigentümliche, zugleich unnahbare und betörende Faszination ausüben. "Wick" macht es selbst Eingeweihten nicht gerade leicht: mehr denn je gibt Parsonz die Schlangenbeschwörerin, die anstatt eingängiger Hooks hypnotische Beschwörungsformeln auswirft. Schon das vorab vorgestellte, sehr sperrige "April Showers" schlug in diese Kerbe. Versteht man jedoch, worum es auf "Wick" geht, nämlich darum die Seele, nicht jedoch Intellektualität nach außen zu kehren, dann macht diese radikale Introvertiertheit schließlich Sinn. Demnach dominieren hier die leisen Töne, die unaufgeregten Arrangements, die der Frontfrau Platz zur Entfaltung lassen. Doom ist kein Thema mehr, vielmehr weht hier der Freigeist der 70ies im Verbund mit jenem alternativ-grungiger Schrankenlosigkeit. Diesmal wagen sich Royal Thunder neben aller perkussiven Schwere und psychedelischen Blendgranaten gar an beschwingt groovendes ("We Slipped" und "Turnaround"), bedienen sich auf der anderen Seite auch düstererer Stimmungen denn je ("Push"). Ein mäandrierendes Album voller Windungen und Wendungen, in dem man es m.E. jedoch gerade in Sachen Gitarrenarbeit ein wenig an zwingendem Riffing mangeln lässt – und allgemein eben doch an jenem entscheidenden Iota Eingängigkeit. Den "test of time" wird "Wick" wohl nicht wirklich bestehen. Ein gutes Album, ja - aber angesichts des Potenzials der Band auch leise Enttäuschung bei einem Fan.
7,5/10 - PM.


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