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ALLE REVIEWS :: ANTIMATTER – ....

ANTIMATTER – LIVE BETWEEN THE EARTH & CLOUDS (DVD & CD)

MUSIC IN STONE / UK-IMPORT

FSK 0 / 80 & 79 Min. / PAL / / 2.0 STEREO

20 EUR
Wenn es einem gelingt, dem musikalisch weit gereisten Chefredakteur eine Band ans Herz zu legen, die dieser in der Folge als eine seiner momentanen Lieblingsbands ins Herz schließt (Danke nochmals dafür, und die Show in Zoetermeer war am Karfreitag 2016 vor Ort auch schön... ;-) - CL), bedeutet dies: dieser Band wird allgemein zu wenig Aufmerksamkeit zuteil. Dabei führt an Antimatter in Sachen emotional-melancholischer Rockmusik momentan aber auch so gar kein Weg vorbei. Das Crossover-Potenzial der Band zeigte sich dabei jüngst etwa bei ihrem Auftritt auf dem Hammer Of Doom-Festival – gleichsam beschreibt dieser Umstand jedoch auch das Dilemma einer zwischen vielen Stühlen sitzenden Band, die Fans von Katatonia, Anathema, Universe217 oder Pain Of Salvation ansprechen sollte, es aber nicht wirklich tut, da sie sich nicht offensichtlich positioniert (zudem fehlt ihr offensichtlich die Lobby).

Mit "Live Between The Earth & Clouds" liegt nun das dritte Livealbum mitsamt der ersten Live-DVD (aufgenommen im holländischen Zoetermeer) von Mick Moss´ Baby vor (erschienen im stabilen Digipak ohne Booklet). Dabei begibt sich die Band auf einen nicht ganz repräsentativen Streifzug durch ihre letzten drei Großtaten (lediglich umarrangierte Versionen von "The Last Laugh" und "Over Your Shoulder" vom noch Elektronik-lastigen Debüt "Saviour" schafften es in die Setlist). "Nicht ganz repräsentativ", da das Hauptaugenmerk mit sechs Songs auf "Fear Of A Unique Identity" liegt, wodurch leider einige Großtaten von insbesondere "Leaving Eden" (nur der Titeltrack ist hier vertreten) sowie dem aktuellen Wunderalbum "The Judas Table" es nicht in unsere Gehörgänge schafften. Ein letzter Kritikpunkt sei noch gestattet: Die Dynamik des Konzerts lässt etwas zu wünschen übrig, es entsteht angesichts der Songreihung der (falsche) Eindruck, als komponiere Moss seine Songs nach Schema F (hier hätte etwa eine kurze Akustiksession oder der live durchaus häufiger dargebotene Sleeping Pulse-Hit "Gagging Order" Abhilfe schaffen können). Ein wenig mehr Tanzbarkeit hätte gut getan... Für die CD musste man zudem die Liveatmosphäre (sprich: Publikumsreaktionen) etwas beschneiden, um die Spielzeit nicht zu überreizen. So setzt sie beispielsweise reichlich abrupt ein.

Ansonsten setzt es hier die Vollbedienung durch eine hervorragend aufeinander gespielte Band, die butterweiche Kaschmirteppiche auslegt, auf denen Moss seine sonore, schwerfällig zermalmende Melodiemeisterschaft weidlich demonstrieren kann. Der Sound ist glasklar transparent und drückt erstaunlich dicht aus den Boxen. Natürlich darf man kein
Biohazard-Stageacting erwarten, und dementsprechend (angenehm) gemütlich sind die Schnitte (die Bühne ist geschmackvoll spartanisch ausgeleuchtet, das Bild ist für eine solche Undergroundproduktion absolut angemessen scharf), und auch ein wortespuckender Entertainer wird aus Moss in diesem Leben nicht mehr.

Was soll´s, wenn man die Seelen in ihren Grundfesten erschütternde Ausbrüche wie "Can Of Worms" oder "Wide Awake In The Concrete Asylum" darzubieten vermag? Viel bessere Rockmusik gibt es momentan, noch dazu in diesem Genre, wie erwähnt nicht zu hören. Merke daher: die hier vorgebrachten Kritikpunkte sind die Erbsenzählerei eines Fans, der dennoch begeistert ist von diesem (auch das sollte man nicht vergessen) do-it-yourself Ding. Immer her damit!

http://www.antimatteronline.com
PM.


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