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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: METAL CHURCH

METAL CHURCH

XI (58:02 min.)

NUCLEAR BLAST / WARNER
Es ist schon paradox: Da veröffentlichten Metal Church 2013 mit "Generation Nothing" ihr erstes wirklich relevantes Album mit Sänger Ronny Munroe, und just in diesem Moment warf dieser das Handtuch. Grund genug für Kurdt Vanderhoof, die von vielen Fans sehnlichst erwartete Reunion mit Spargeltarzan Mike Howe einzufädeln. Also die "Reset"-Taste gedrückt und die Reise zurück in die Spätachtziger/Frühneunziger-Phase Metal Churchs mit einem etwas abgedroschenen Riff, das von Howes nicht altern wollender Stimme in einen eingängigen Banger der (immerhin) B-Klasse überführt wird, eingeleitet. Hörbar galt es für die Beteiligten zunächst, den über die Jahre zwangsläufig angesetzten Rost abzuschleifen, denn Smasher der Marke "Badlands", "In Mourning" oder "In Harm´s Way" fallen leider nicht vom Himmel, auch wenn man mit "No Tomorrow" eine starke Single und mit der epischer angelegten Abrissbirne "Signal Path" einen potenziellen Liveklassiker in der Hinterhand hat - die Refrains zünden jedoch nicht so beseelt wie in der Vergangenheit. Doch dann die endgültige Schockstarre: ab dem Mittelteil sinkt das Niveau merklich ab - eine Nichtigkeit wie "Shadow" wäre zu "Hanging In The Balance"-Zeiten auf dem Kompost gelandet, und auch das bemüht düstere "Blow Your Mind" ruft eher Grauen denn Grusel hervor (dito: "It Waits"). Dies sind jedoch leider nur zwei Beispiele, denn unter dem Mikroskop unterschreitet etwa die Hälfte des Albums die von einer Institution wie Metal Church (wie erwähnt eben nicht immer) zu erwartenden Qualitätsstandards, mitunter sogar deutlich. Zwar fällt im Gegensatz zum wieder einmal grottenolmigen Cover die sehr dynamische Produktion positiv ins Gewicht; jedoch bleibt zu konstatieren, dass "Generation Nothing" das deutlich bessere Album mit dem weit inspirierteren und zwingenderen Songwriting und der engagierteren Gesangsleistung (!) war. "XI" kann man sich hingegen nur als hoffnungsloser Nostalgiker gut hören.

(Hier muss ich leider unserem liebenswerten Extremneurotiker ;-) widersprechen, "XI" hält über die Distanz die Klasse von "Generation Nothing" und wartet mit größtenteils interessanten und gelungenen Songs auf. Dass Howe sich, wie so viele andere Sänger in seinem Alter, nicht mehr in Höhen hinein wagt, sei ihm verziehen, setzt er doch seine Stimme gekonnt ein. Guter Gesang, allerdings, und hier gebe ich dem Kollegen Müller Recht, nicht besser als der von Munroe. Als "hoffnungsloser Nostalgiker" gebe ich achteinhalb Punkte. - LL)
6/10 - PM.


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