Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MY DYING BRID ....

MY DYING BRIDE

FEEL THE MISERY (62:51 min.)

PEACEVILLE / EDEL
Altes Studio, alter Gitarrist, alter Sound? Nix da. My Dying Bride bleiben zum Glück unberechenbar und servieren uns mit "And My Father Left Forever" gleich einen Brocken, in dem sich Aaron Stainthorpe in der Strophe als Sänger versucht und dabei beinahe wie James Hetfield (!) klingt - Überraschung geglückt. Wenn in der Bridge jedoch diese unvergleichlich elegischen Gitarrenriffs und jene sehnsuchtsvollen Melodien erklingen, geht das Herz auf und will sich in der Folgezeit gar nicht mehr schließen. So ist gleich der Opener ein Lehrstück für all jene, die einen packenden Longtrack ohne Durststrecken komponieren wollen. Diesmal gelingt es der Band zwar nicht ganz, dieses schwindelerregende Niveau über die komplette Spielzeit zu halten - dabei macht sie es sich aber auch wahrlich nicht leicht, denn auch die beiden folgenden Nummern überschreiten die 9 Minuten-Grenze, ein Schritt, der von beinahe grenzenlosem Selbstvertrauen zeugt - oder von Selbstüberschätzung. Doch weit gefehlt: "Feel The Misery" wirkt selten langatmig ("I Celebrate Your Skin"), vielmehr wechseln sich an die frühen 90er erinnernde Death-Metal-Attacken, große Atmosphäre und gediegene Grabesstimmung meist stimmig ab. Dabei packen die Briten auf "Feel the Misery" durchaus auch einmal den Vorschlaghammer aus und scheuen sich nicht davor, mächtige Moshriffs einzustreuen, wie überhaupt die Gitarrenwand, an den mächtigen Vorgänger "A Map of All Our Failures" anknüpfend, absolut erdrückend ist und so die leisen Töne noch eindringlicher erscheinen lässt. Mit dem Titeltrack wird zudem ein locker aus der Hüfte geschossener Doom-Monsterhit unters Volk gestreut, und wer auf experimentelle My Dying Bride steht, delektiert sich am sperrigen (und m.E. überflüssigen), Dead Can Dance-Einflüsse verwurstenden "A Thorn Of Wisdom" oder der Düsterballade "I Almost Loved You". Die meisten Fans werden jedoch zu Tracks wie dem mächtigen Zehnminüter "Within A Sleeping Forest" (was für Gitarren: meine Güte, ist das schön!) in alten Zeiten schwelgen - denn ja, so ein wenig darf man sich von "Feel The Misery" doch in die alten Zeiten zurückversetzt fühlen, inklusive der schönen Geigenmelodien. Wie immer Doom mit Schmackes und Hirn und ungekünsteltem Goth-Appeal, wenn auch diesmal nicht auf durchgängig allerhöchstem Niveau. Was freue ich mich trotzdem auf den Gig beim ´Hammer Of Doom´!
8/10 - PM.


[ Zurück zum Index: 'M' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler