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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BUMBLEFOOT

BUMBLEFOOT

LITTLE BROTHER IS WATCHING (60:27 min.)

EIGENPRODUKTION / US-IMPORT
Lange hat´s gedauert, bis sich der umtriebige amerikanische Saitenhexer mit der beeindruckenden Vita und ebensolcher do-it-yourself Attitüde mal wieder mit einem Longplayer über den Atlantik traute. Umso begieriger fingert man das über selbigen verschiffte DigiPack, spartanisch gestaltet und mit stümperhaft wirkender Kubrick (Clockwork Orange)-Optik enttäuschend, aus der Verpackung und saugt das neue Klangerlebnis in sich auf. Zwar bietet "Little Brother Is Watching" zunächst nur wenige Überraschungen, jedoch entpuppt sich das Album bei genauem Hinhören als das bisher weitaus raffinierteste des fußkranken Geflügels. Wurden die beiden letzten Geniestreiche "Normal" und "Abnormal" insbesondere durch den spontanen Freigeist Ron Thals beflügelt, so klingt "Little Brother..." bei aller Opulenz an allen Ecken durchdacht, wohl orchestriert und dynamisiert - Crossover wird so zur perfekten Inszenierung ("Argentina" mit seinen geschmackssicheren Breaks). Insbesondere nimmt sich Bumblefoot als Gitarrist mehr denn je zurück, setzt ähnlich wie sein Kumpel IA Eklundh gezielte Spitzen, die derlei die Kinnlade umso effektiver herunterklappen lassen (man höre exemplarisch das Solo in "Clots") - und liefert dafür gesanglich seine bisher mit Abstand beeindruckendste Leistung ab. Traumwandlerisch sicher bedient er sich dabei im reichhaltigen Fundus seiner weitreichenden Einflüsse (wobei jüngere Paten wie Muse [Titeltrack] und Editors ["Women Rule The World"] vordergründig dominieren, Altmeister wie Faith No More oder King´s X aber das Fundament gießen) und verbindet diese mitunter in einer einzigen Komposition - "Higher" (als knackiger Supertramp-Epic angelegt) etwa beginnt als zerbrechliche Alternative-Ballade, bloß um sich derart kongenial mit muskulösem AOR-Riffing zu verbinden, dass Ehrenrunden in Arenen unumgänglich scheinen - Sapperlot, wie fein (und hier bitte mal die Soli genießen - krasses, wundervolles Zeug - wobei: doch lieber das Feeling an der Akustischen bewundern?)! Unaufdringlich legen sich wundersam effektiv gestaltete Perlen wie "Livin the Dream" (hier lässt sich Thal von der betörenden Melodiösität seines Riffs an der Hand nehmen) in unserem Langzeitgedächtnis ab, verweilen, fühlen sich wohl und verführen uns zum "Sleepwalking" - ear candy deluxe, das gerade im hymnischen Rausschmeißer "Never Again" reichlich verteilt wird. Lediglich das zur melodischen Spielerei verkommende "Cutereba" und "Eternity" fallen durchs gnadenlose Qualitätsraster. Wer "Sol Invictus" eintütet, sollte dies unbedingt auch mit "Little Brother..." tun.
8,5/10 - PM.


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