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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MUMFORD & SON ....

MUMFORD & SONS

WILDER MIND (48:44 min.)

ISLAND / UNIVERSAL
Für Liebhaber emotionaler Musik sind Mumford & Sons mindestens eine der Offenbarungen der letzten zehn Jahre. Dass sie dabei kommerziell komplett in den Orbit geschossen wurden, ist in diesem Falle ausnahmsweise der Qualität des Songwritings, nicht zuletzt auch schweißtreibenden Liveshows, geschuldet. Aber der introvertiert charismatische Marcus Mumford hat keine Lust, sich durch den weltweiten Erfolg limitieren zu lassen, was ihn und seine Band nur noch sympathischer macht. Dem Albumtitel geschuldet weitet "Wilder Mind" das klangliche Spektrum im Vergleich zu den beiden Vorgängern deutlich aus; kokettierte der Folk Rock der Briten schon früher mit New Wave- Einflüssen, so werden diese nun überraschender Weise nicht selten in den Fokus gerückt. Die knackigen, in ihrem Fluss klar den 80ern geschuldeten Gitarren im traumhaften "The Wolf" hätte man so nie erwartet, und tiefer als in "Tompkins Park Square" kann man sich nicht vor Joy Division verbeugen - die Liebeserklärung im Break dieser von den Musen inspirierten Komposition zeigt unter anderem auch, dass Mumford einer der begnadetsten Texter unserer Zeit ist. Nicht nur wünscht sich jede Frau, eine solche in ihrer kristallinen Klarheit einmal in ihrem Leben hören zu dürfen; vielmehr träumt jeder Mann davon, sie genau so formulieren zu können - schlichte, zu Tränen rührende Poesie (man höre auch "Broad-Shouldered Beasts" - atemberaubende Sprachkunst). "Snake Eyes" verbindet die bandtypischen vokalen Rhythmen mit den dem Wave eigenen, hektischen Grooves, das geniale, englische Eingängigkeit mit Tiefgang bietende "Ditmas" klingt nach hymnischen Sophia, und die großartigen Editors haben Mumford hörbar nachhaltig beeindruckt. In den spartanisch, höchst effektiv instrumentierten und arrangierten Songs auf "Wilder Mind" sprühen die melodiösen Funken nur so, und man vergibt der Band gar, wenn sie mit dem amerikanischen Mainstream-Markt kokettiert (Titeltrack), da sie dabei die Roots im irischen und schottischen Folk niemals vernachlässigt - auch ein kurzes Gebet wie "Cold Arms" trauen sich schließlich nicht viele Bands zu. Hier sind echte Könner am Werk - jede Minute will man umarmen, vereinnahmen und auf die einsame Insel mitnehmen.
9/10 - PM.


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