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ALLE REVIEWS :: CORSAIR

CORSAIR

ONE-EYED HORSE (45:35 min.)

SHADOW KIN / NONSTOP
Vom Metal-Feuilleton gefeiert, vom Hörer bisher jedoch weitestgehend verschmäht: so oder ähnlich kann man den bisherigen Karriereverlauf Corsairs seit Veröffentlichung der ersten EP „Alpha Centauri“ (2010) auf den Punkt bringen. Eine eingeschworene, handverlesene Fanschar fraß der Band auf der kürzlich absolvierten Deutschlandtour aus der Hand, und ähnlich dürfte es sich auch weiter verhalten. Zu kantig und kauzig für auch bloß den Rand des Mainstream präsentiert sich der Vierer auf diesem, ihrem bisher bei weitem ausgereiften Release, ohne dabei das Chaotische der vorherigen Outputs zu opfern. Die Amerikaner haben offenbar durchaus bewusst an einigen Stellschrauben gedreht und präsentieren sich auf ihrem zweiten Longplayer weit komplexer als bisher - die den Hardrock/Metal der späten 70er und 80er beschwörenden Twinleads finden sich in einem Bett aus vielfältig arrangierten Parts, die im psychedelischen Rock der 70er ebenso zuhause sind wie im Proto-Hardrock ("Horn Of The Luparii") oder in ursprünglichen Progsounds. Das basisch produzierte "One Eyed-Horse" offenbart gerade für Fans letzterer viele großartige Momente, etwa wenn die Band das anfangs verquere Riffing des Titeltracks in unwiderstehliche perkussive Grooves überführt. Überhaupt versteht die Band es besser denn je, eine geradezu hypnotische Wirkung zu entfachen (das von Gitarristin Marie eingesungene "Royal Stride"), ohne dabei den Zugriff in die Lendengegend des Hörers vermissen zu lassen ("Brothers"). Dennoch würde ich Corsair zu gerne mal mit einem echten Sänger hören. Zu sagen, Corsair seien als Einäugige unter den Blinden König, griffe hier jedoch zu kurz. Ein wirklich schönes, sehr spannendes Album mit Langzeitsuchtpotenzial.
8,5/10 - PM.


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