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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MELECHESH

MELECHESH

ENKI (62:20 min.)

NUCLEAR BLAST / WARNER
Melechesh sind im Extrem-Metal-Bereich im Laufe der Zeit zu einer überlebensgroßen Ausnahmeerscheinung gewachsen, einer Hydra, deren Transformationen so verstörend wie faszinierend sind. Die künstlerische Selbstsicherheit von Mastermind, Controlfreak und Kosmopolit Ashmedi (der den von Åkerfeldt bereitwillig abgegebenen Staffelstab nahtlos übernimmt) sucht ihres gleichen und findet auf "Enki" ihr beeindruckendes akustisches Echo. Bereits der Abwechslungsreichtum des Openers "Tempest Temper Enlil Enraged," zwischen orientalischer Esoterik, purer Black-Metal-Raserei und metallischer Eingängigkeit changierend, ist atemberaubend. Selbst eingängiges Material wie "The Pendulum Speaks", "The Palm The Eye And Lapis Lazuli" (was ein Riff!) und "Multiple Truths" (führt vermittels eines räudig abgemischten Eingangsriffs, das dann in die bacchisch-üppige klangliche Vielfalt des restlichem Materials überführt wird, auch die produktionstechnische Meisterschaft Ashmedis vor) klingt heutzutage so nonchalant progressiv, dass man aus dem Staunen einfach nicht mehr herauskommt. Da scheint es nur logisch, auf "Lost Tribes" einen ehemaligen Innovator vom Format Max Cavaleras sich die Stimmbänder blutig brüllen zu lassen. Und merke: Eingängigkeit geht auf "Enki" nie auf Kosten der Brutalität - zudem sind die Songstrukturen stets komplex UND nachvollziehbar (exemplarisch vorgeführt in dem die von Ashmedi bewunderten Tea Party mit Morbid Angel vereinenden Brocken "Enki Divine Nature Awoken"). Die Detailfreude ist geradezu erschlagend; selbst ein Black-Metal-Vorführstück wie "Metatron And Man" klingt, als spiele die Band mit einem Orchester zusammen. Und zum krönenden Abschluss nagelt Ashmedi nach dem instrumentalen Ruhepol "Doorways To Irkala" mit "The Outsiders" noch eine dreizehnminütige Demonstration der Stärke an die Türen der Metal Hall Of Fame. Ein weiteres, wahrhaft progressives Meisterwerk, diesmal gar von Melechesh selbst bisher nicht erreichter Dichte, das das Blut gleichzeitig aus den Ohren treibt und es in den Adern gefrieren lässt. Besser geht es beim besten Willen nicht mehr - das "Powerslave" der 2010er Jahre!
10/10 - PM.


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