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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MACHINE HEAD

MACHINE HEAD

BLOODSTONE & DIAMONDS (71:06 min.)

NUCLEAR BLAST / WARNER
Überraschungen kann man auf einem Machine Head-Album heutzutage nicht mehr ernsthaft erwarten? Robb Flynn hat nach über 20 Jahren seine kreative Mitte gefunden und justiert seine gerade auf den letzten drei Alben etablierte Erfolgsformel nur noch um Nuancen? Nix da. Die erste Überraschung folgt auf "Bloodstone & Diamonds" bereits nach exakt 3:56 Minuten des zwar auf Nummer sicher gehenden, aber dafür auch starken Openers "Now We Die" mit Einsetzen des Solos, das, extrem ausgefeilt und mehr nach Accept denn nach MachinefuckingHead klingend, einmal mehr die Detailfreude, mit der Flynn seine Songs mitunter in Szene setzt, untermauert. Selbiges gilt für die aufwändigen Orchesterparts, die jedoch äußerst dosiert und somit auch songdienlich eingesetzt werden. Ansonsten gibt es gewohnte Qualität mit einigen Ausschlägen auf der nach oben offenen Richterskala. Besonders zu begeistern wissen jene Songs, die, anders als der bereits ausgekoppelte, klassische Brecher "Killers & Kings" oder das etwas unaufgeräumt wirkende, mit einem retardierenden Riff ausgestattete Obertongewitter "Ghosts Will Haunt My Bones," neues Terrain beschreiten. Da wären zum Beispiel die geilen Punkriffs und Blasts der sicken Hymne "Night Of The Long Knives" (kommender Klassiker!), das vollkommen lichtlose, wie eine Mischung aus düsteren (und frühen!) Manowar und metallischeren Bathory klingende "Sail Into The Black", das beinahe schon unverschämt eingängige Pitbeschleuniger "Game Over" (ungemein effektive Punknummer mit schönen Harmonien) oder "Beneath The Silts", für dessen Sludge-Riff Down gleichsam Pate standen und töten würden. Dabei gelingt der Band das Kunststück, zu keiner Zeit auch nur ein Iota an Wiedererkennungswert und Identität einzubüßen. "Bloodstone & Diamonds" ist ein Album mit soviel willkommenem und hochspannend inszeniertem Mut zur Sperrigkeit und, bei aller kompositorischen Akribie, zum Chaos, das klassischer rockendes Material wie "In Comes The Flood" oder "Take Me Through The Fire" beinahe etwas unterzugehen droht. Gewöhnungsbedürftig ist dabei allenfalls der beinahe schon erdrückende Drumsound (in einem ohnehin monströsen Klangbild) - ansonsten herrscht metallisches Breitwandkino der Extraklasse. Möge Robb Flynn weiter rastlos nach seiner kreativen Mitte suchen. Om.
8,5/10 - PM.


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