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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: B-TIGHT

B-TIGHT

DRINNE (44:47 min.)

RAID /
B-Tight im Obliveon-Magazin? Da muss doch sicher was falsch gelaufen sein, denkt sich der eine oder andere Leser jetzt (nicht nur der Leser denkt sich das...;-) - CL). Aber nee, eigentlich nicht, denn auf seinem aktuellsten Werk, welches zwar schon 2012 auf den Markt kam, aber erst jetzt den Weg über die Promo-Agentur zu uns gefunden hat, hat sich der nicht ganz unumstrittene Rapper ein paar Freunde geschnappt und ein astreines Crossover-Album zwischen Rock/Metal und Hip Hop produziert. Diese Freunde bestehen zum Großteil aus Musikern der Emil Bulls, mit denen B-Tight übrigens auch bereits auf Tour war. Also ist „Drinne“ beileibe kein reines Studioprojekt, wie manche denken mögen und Dank des Frontmanns der Münchner Alternative-Metaller, Christoph von Freydorf, hat die Kollaboration auch im Gesang noch eine prägnant-raue Note. Damit das Ganze aber immer noch Hip-Hop-Flair versprüht, gibt´s natürlich auch mit DJ Perez noch einen Mann an den Turntables sowie diverse Gastauftritte von Rappern und Sängern wie Sido und Harris als „Deine Lieblingsrocker“, Shizoe oder den Shrödaz. Wer die Namen der beteiligten Gäste liest, dürfte sich schon so etwa vorstellen können, wie „Drinne“ dann auch letzten Endes klingt: es groovt, es rockt, es hat Rhythmus im Blut und wird immer getragen von den lockeren, leichten, immer auch provokanten, aber niemals allzu penetranten Reimen des Berliner Frontmanns. B-Tight war früher deutlich härter, direkter, unter der Gürtellinie, aber diverse Indizierungen und wohl auch Lebensjahre haben ihn… sagen wir: rudimentär ruhiger und etwas überlegter werden lassen. Die Songs handeln nach wie vor von "Tittenmäusen", Orgasmen, "Schaumpartys", Blitzlichtgewitter und dem eigenen Fame als Hip-Hop-Star und sind weniger tiefgründig, als vielmehr witzig bis derb und dazu da, den kommenden Sommer mit Bier, Bongs und Wet-T-Shirt-Contests am heimischen Baggersee zu genießen. Aber wer auf KIZ, Megavier, H-Blockx oder die amerikanischen Vorbilder (Stichwort: „Judgement Night“ mit Kollaborationen zwischen Helmet und House Of Pain oder Pearl Jam und Cypress Hill) steht, macht mit „Drinne“ auf jeden Fall nichts verkehrt, solange man die Platte als Partyscheibe betrachtet und bis auf wenige Ausnahmen auf allzu tiefgründige Texte gut und gerne verzichten kann. Natürlich gibt’s auch hier mit „Die Zeit heilt nichts“ ein eher melancholisches Liebeslied oder in diversen Tracks eine Abrechnung mit der oberflächlichen, selbstgerechten und narzisstischen High Society, aber im Grunde genommen will B-Tight doch, dass die Leute beim Hören eine geile Zeit haben. Und dafür reicht´s - wenn man auf Crossover steht - auf alle Fälle.
7/10 - CW.


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