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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BLOODATTACK

BLOODATTACK

ALPHAKILLER (38:56 min.)

BASTARDIZED /
Bereits das völlig gestörte Video zum Opener “My Inner Wasteland” hat gezeigt, dass das neue, dritte Bloodattack-Werk wieder mal kein sonderlich positives, vor Glück strahlendes Album für Zartbesaitete werden wird. Ganz im Gegenteil wirkt „Alphakiller“ noch dreckiger, noch derber, düsterer und abgefuckter als der Vorgänger namens „Rotten Leaders“. Dabei behilft sich die Hardcore-Kombo aus Neuwied/Koblenz zunehmend auch der deutschen Sprache, die so herrlich kantig und harsch wirken kann, dass man sich immer wieder fragt, warum nicht mehr Bands ihre Gefühle – zumal wenn sie solch angepisster Art sind – in der Sprache der Dichter und Denker verfassen. Bloodattack wissen sie auf jeden Fall zu nutzen und Sänger Daniel growlt und kotzt sich beim Herauslassen aller Emotionen gewohnt garstig die Seele und Stimmbänder heraus. Man gibt sich dabei zudem ziemlich politisch, nicht nur was gesellschaftliche Themen bzw. Probleme wie Rassismus oder sonstige Unterdrückung von Schwächeren und Minderheiten angeht, sondern auch bezüglich szenepolitischer Auswüchse und der stetig um sich greifenden Kommerzialisierung bzw. dem Ausverkauf des Hardcore-Genres. Die innere Unzufriedenheit mit beidem treibt „Alphakiller“ nach vorne, sorgt dafür, dass die Scheibe deutlich sperriger und weniger leicht zugänglich ist als „Rotten Leaders“, und weniger Songs hat, die als klassische „Hits“ gelten könnten. Solche Tracks hat „Alphakiller“ aber auch gar nicht nötig, weil das Album so kompakt und rau wirkt, dass Stücke, die sich ins Ohr schmeicheln würden, ohnehin fehl am Platze wären. Zwar gibt es auch ruhigere Momente, wie etwa das vergleichsweise gedrosselte und mehr von seiner düsteren Atmosphäre als von schierer Aggressivität lebende „Not Like You“, aber auch hier lässt mindestens der unverkennbare Gesang jeglichen Gedanken an Romantik oder positive Grundstimmung wie eine Seifenblase zerplatzen. Und auch die Tatsache, dass die Gitarren in einigen wenigen Songs wie „Fall As One“ etwas mehr Freiraum bekommen und mit dezent klassischeren Riffs glänzen, ändert nichts an der negativen, zerstörerischen Grundstimmung des Albums. „Alphakiller“ ist genau das, was es sein möchte: ein Predator, ein Räuber, einer der den basslastigen Ton in seinem Revier angibt, der kompromisslos seinen Weg geht. Wenn die Menschheit ein Virus ist, könnte „Alphakiller“ der Antikörper sein.
8/10 - CW.


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