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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BLACK SOUND E ....

BLACK SOUND EMPIRE

SISMA (47:03 min.)

NOISEHEAD /
Das Black Sound Empire ist eine Band aus Italien, gegründet 2009, die sich dem PostCore verschrieben hat und mit “Sisma” nun ihr erstes Album präsentiert. Neun Songs, über eine Dreiviertelstunde Spielzeit. Grundsätzlich mal kein schlechter Einstieg, der zeigt, dass man sich Gedanken gemacht hat und nicht einfach irgendwelche Dreiminüter dahin rotzen wollte. Und trotzdem kommt „Sisma“ zu Beginn nicht richtig aus dem Quark. „Sober“ wirkt wie einer jener Tracks, die man schon x-mal in diesem Genre gehört hat und der zwar durchaus Qualität besitzt, aber eben nicht richtig kickt. Schade, denkt man sich, und will schon fast im Geiste sein Review fortschreiben, wenn da dann nicht mit „Cheval“ der erste, gigantische Höhepunkt der Scheibe lauern würde. Hier trumpfen die Südländer direkt richtig auf. Großartig. Komplexe, mehrschichtige Songstrukturen, die sich teilweise erst beim zweiten oder dritten Durchlauf erschließen, Tempo- und Stilwechsel, immer wieder einsetzende Synthie-Arrangements, vertrackte Riffs, Stakkato-Schlagzeug und ein Sänger, der sich in einem Moment die Seele aus dem Leib schreit, nur um dann postwendend, wenn aus einem wütenden Songgewitter, welches wie ein Sturm über einen hereinbricht, plötzlich ein lauer, warmer, beschwichtigender Sommerregen zu werden scheint, mit ebenso beruhigendem Gesang daher zu kommen. Und Trompeten. Episch. Das Lied bekommt mit fast jeder seiner siebeneinhalb Minuten eine neue Facette verpasst, entwickelt sich beständig weiter, bricht mit alten Strukturen und erschafft neue. Chaos in seiner besten und strukturiertesten Form, möchte man fast sagen. Dass es dann auch vergleichsweise straight und einfach geht, ohne jedoch auch nur einen Bruchteil an Intensität einzubüßen, zeigen Stücke wie etwa „Shine Like Gold“, mit dem mich das schwarze Imperium aus Italien endgültig überzeugt hat. Kompromisslos, nach vorne gehend, ein einfacher Punch auf die Nase inmitten sonstiger, Capoeira-gleicher Soundkonstrukte, die einen mit ihrer Komplexität in ihren Bann ziehen. Und doch haben auch solch scheinbar schnörkellosere Stücke ihre Momente, in denen das Tempo herausgenommen wird, in denen sich die Atmosphäre entfalten kann, nur um dann kurze Zeit später wieder mit neuer Wucht zuzuschlagen. Ich wiederhole mich gerne, aber: „Großartig!“. Definitiv eines der besten Alben, die in diesem Genre in letzter Zeit auf den Markt gekommen sind.
8/10 - CW.


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