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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BAXTER STOCKM ....

BAXTER STOCKMAN

PUNTER (35:23 min.)

EKTRO /
Wer sich "Baxter Stockman" nennt, muss damit rechnen, auf seinen Namen angesprochen zu werden. Und der kommt in diesem Fall vom völlig wahnsinnigen, von krimineller Energie getriebenen Genie gleichen Namens aus der Turtles-Saga, dessen bekannteste Erscheinungsform wohl die einer gigantischen Fliegen-Mensch-Mutation ist. Was das mit der Band aus Helsinki zutun hat? So direkt jetzt nichts, aber mir scheint, als wären die Finnen genau so irre wie ihr Namensgeber. "Punter", ihr Debüt-Album, ist nämlich nicht wirklich das, was die meisten Menschen unter Musik verstehen würden. Zumindest nicht unter Musik, wie man sie sonst so im CD-Player oder auf dem Plattenteller laufen hat. "Punter" ist eine kraftraubende, an den Nerven zehrende Angelegenheit, eine Mischung aus Noise und Heavy Rock, die nur ganz selten einmal in klaren, straighten Linien verläuft. Die meisten Songs bestehen aus sich ständig wiederholenden Rhythmen, teilweise mehrere Minuten lang, nur hier und da von verzweifelten Wutausbrüchen am Mikrofon unterbrochen. Während der einzelnen Songs hat man immer wieder das Gefühl, genau diese Passage schon ein-, zweimal oder öfters zuvor gehört zu haben und dass die Stücke teilweise bis zu über sieben Minuten lang sind, verstärkt eben dieses Gefühl der Monotonie und der Aussichtslosigkeit, die mit den, von einer depressiven Atmosphäre umgebenen, Klangwerken einhergeht. Selbst kurze Stücke wie "Femdom", welches zu Beginn den Anschein vermittelt, jetzt einmal aufs Gaspedal zu drücken, bewegt sich über die gesamten 1:41 Minuten seiner Spielzeit kein bisschen vom anfangs begonnenen Schema fort und schafft es bis zuletzt nicht, die angezogene Handbremse zu lösen. Und auch wenn es paradox klingen mag: dieses ständige Gefühl, gleich aus sich heraus gehen zu können und es dann doch nicht zu tun, macht einen wahnsinnig, aggressiv, rasend. Trotz aller Langsamkeit und Behäbigkeit, die die acht Songs auszeichnen, sind sie doch so beschaffen, dass sie einem dieses typische Gefühl in der Magengegend verschaffen, gleich durchzudrehen. Ob beabsichtigt oder nicht: auf seine Art ist "Punter" ein ziemlich intensives, und auf positive Weise amateurhaftes und unangepasstes Ekelpaket!
7/10 - CW.


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