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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BRING ME THE ....

BRING ME THE HORIZON

SEMPITERNAL (45:57 min.)

SONY /
Bring Me The Horizon sind vielleicht die am meisten gehypte und abgefeierte Band im Bereich der härteren Musik der letzten Jahre, höchstens noch von Parkway Drive verfolgt. Und diese unglaublich treue Fanbase wird den Engländern sicherlich auch mit ihrem Album Nummer 4 zu stetig wachsenden Plattenverkäufen verhelfen. Die Frage ist aber: kann „Sempiternal“ überhaupt die Erwartungen der Kritiker einerseits und der Fans andererseits erfüllen? Die Antwort ist: teils, teils. Fans der ersten Alben, der rohen, ungezügelten Wildheit und Brutalität, die BMTH früher ausgezeichnet hat, werden sicherlich völlig zurecht irritiert oder enttäuscht sein, denn damit haben Bring Me The Horizon anno 2013 rein gar nichts mehr zu tun. Diejenigen, die aber entweder mit der Band erwachsen werden und reifen wollen oder aber auf deutlich mehr Abwechslung stehen, werden „Sempiternal“ wohl über den grünen Klee loben. Fakt ist, man merkt der Band die Arbeit mit dem englischen DJ „Draper“ und ihre zunehmende Affinität zu Dubstep- und sonstigen Elektro-Klängen definitiv an, denn auf ihrem neuesten Werk sprüht es förmlich vor Samples, Effekten und Synthie-Parts. Da passt die gemeinsame Tour mit den TranceCorelern von Crossfaith aus Japan nur zu gut! Klar, getragen wird das Album immer noch von Oli Sykes charismatisch-verzweifeltem Gesang, der ihn auf „Sempiternal“ so facettenreich zeigt wie wohl nie zuvor, und den beinahe schon im Übermaß vorhandenen orchestralen Backgroundchören, die die Platte noch fetter klingen lassen, als sie durch die glasklare Produktion von Terry Date (Deftones, Slipknot, Overkill…) ohnehin schon herüberkommt. Aber die brachialen Deathcore-Attacken und Breakdown-Parts der früheren Tage klingen halt nur noch sehr rudimentär durch, etwa bei „Antivist“, und müssen mehr und mehr sphärischen Keyboard-Teppichen oder waschechten Balladen Platz machen. Man mag das großartig, kreativ und reif finden – oder einfach strunzlangweilig und konsequent auf Nachmittagskaffee-Tauglichkeit getrimmt. Klar ist: das Album wird vielleicht nicht die Musik- sicherlich aber die Fanszene von BMTH spalten und den Jungs sowohl zahlreiche neue Hörer einbringen, die die Entwicklung mit offenen Armen begrüßen werden, als auch zahlreiche ältere oder alteingesessenere Fans abspenstig machen, die sich lieber neuen Bands zuwenden, die noch die Wildheit besitzen, die Bring Me The Horizon mit „Sempiternal“ endgültig abgelegt haben. Fazit: „Sempiternal“ ist sicherlich ein großes Werk, eines, das für Gesprächsstoff sorgen und seinen Weg in die Charts und vielleicht sogar in die Geschichte finden wird – ob es deswegen aber auch „großartig“ ist, darf und muss jeder selbst entscheiden, für mich ist es das nicht. Und an den in allen Belangen überlegenen und insgesamt etwas ausgewogener gestalteten Vorgänger „There Is A Hell…“ kommt „Sempiternal“ zumindest in meinen Ohren nicht heran.
7/10 - CW.


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