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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BLYND

BLYND

PUNISHMENT UNFOLDS (45:05 min.)

PITCH BLACK /
Das Erste, was beim neuen Blynd-Album auffällt, ist das schicke Cover aus dem Hause Seth Siro Anton, der auch schon Scheibchen von Septic Flesh, Exodus oder gar Paradise Lost verschönern durfte. Das Zweite ist das beeindruckende, episch-orchestrale Intro namens "Divine Gathering", das sich langsam aufbaut, mit Chören und Geigern, an Fahrt und Intensität gewinnt, Spannung erzeugt - und dann in die Ankunft der Götter mündet. "Arrival Of The Gods" brettert direkt in absoluter Hochgeschwindigkeit aus den Boxen, als wäre das gesamte Dodekatheon der olympischen Götter auf einmal ausgebrochen und würde sich jetzt wütend seinen Weg über die Erde bahnen. Götterdämmerung. Auf Zypern. Nein, wir werden jetzt nicht auf die Weltwirtschaftskrise eingehen, dafür ist "Punishment Unfolds" einfach zu geil. Death Metal und Thrash Metal treffen aufeinander. Brutal, fies, rasend; eine musikalische Apokalypse. Und keiner, der man entkommen will, sondern eine, die einen fasziniert und anzieht. Trotz aller Brutalität wissen die Zyprer auch, wie man die Hörer bei Stange hält, nämlich indem man immer wieder auch den Gitarren ein wenig Freiheit lässt, in traditionelleren, melodischeren Gefilden zu wildern. Wie Obama jüngst verkündete: "Immigration makes us stronger". Davon scheinen auch Blynd eine ganze Menge zu halten, denn gerade die nicht allzu starre Fixierung auf reinen Death oder Thrash Metal ist die Stärke des zweiten Albums der Insulaner. Eigentlich unfassbar, wie modern und trotzdem kein bisschen anbiedern man klingen kann. Blynd rotzen einfach zehn Songs aus den Ärmeln, die einen dazu bringen, die Nackenmuskeln noch mal richtig ausgiebig auf Funktionstüchtigkeit zu testen. Zum Glück geht´s auch nicht immer nur steil nach vorne, sondern es wird auch mal ganz simpel gegroovt, völlig ohne großartige Sperenzien. Und dann kommt postwendend wieder ein Riff-Inferno aus der Hölle. Oder dem Himmel. Völlig egal. Auf jeden Fall von da, wo die geflügelten Heerscharen Instrumente bedienen können. Großartig. Hab ich das schon mal gesagt? Wenn nicht: Großartig. So. Was "Punishment Unfolds" vermissen lässt ,sind ein wenig die absoluten Übertracks, die normalerweise ein Album tragen. Hat die Scheibe aber deswegen nicht nötig, weil sie über die gesamte Distanz auf so hohem Niveau spielt, dass das Fehlen solcher Anspieltipps völlig egal ist. Wer auf modernen, (Melodic) Death/Thrash Metal steht, sollte, nein: muss, "Punishment Unfolds" antesten.
8/10 - CW.


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