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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MOURNING BELO ....

MOURNING BELOVETH

FORMLESS (2-CD) (81:27 min.)

GRAU / SOULFOOD
An sich sind die Iren ein lustiges Völkchen. Ausnahmen bestätigen die Regel? Mourning Beloveth entsprechen ihrem Naturell nach allen mit ihren Landsleuten sich verbindenden Klischees (ich erinnere vage eine durchzechte Osnabrücker Nacht im Rahmen einer im Vorprogramm ihrer Landsleute Primordial absolvierten Show – jener exorbitante Konsum von „Warstoner“, oh my, oh my). Wie die eigentlich lebensfrohen Fünf die depressive Sogwirkung solcher Doombrontosaurier wie „Ethics On The Precipe“ entfalten können, bleibt mir demnach schleierhaft. Sei’s drum: unfassbar genial ist das alles allemal, und man muss auch nicht alle sich im Leben auftürmenden Widersprüche verstehen. Manchmal genügt es einfach, wenn man sie fühlt. Wer die spartanische Ausgestaltung der Songs verinnerlichen will (merke: kleine Ursachen haben oft große Auswirkungen), der muss die wahre Fülle der in den unscheinbarsten Gesten zum Ausdruck kommenden Emotionen erfahren (haben). Dann kann’s was werden mit Dir und „Formless“. Ansonsten: nada, Unverständnis pur. Wie im Sand erkaltete Lava breitet sich dieser just ausgebrochene, aber doch schon wieder in seine Schranken verwiesene Vulkan bereitwillig vor Dir aus. Gestaltlos. Dangerous to the touch – „Nothing Has A Centre“. Es bedarf einigen Mutes, sich mit aller Kraft diesem dekonstruktiven Gemisch anzuvertrauen. Alas: wer in genialer Weise, wie auf der 2010 erschienenen Split-10inch mit Wreck Of The Hesperus geschehen, Nick Caves „Weeping Song“ covern kann, der muss schließlich zu Großem berufen sein. Was hiermit nachdrücklich bewiesen wäre („Dead Channel“!). Ein weites Felds, das hier – zu groß für Worte und jede Schublade (etwa jene für ’Doom Death’), sondern schlichte Depression und pure Vernichtung des Logos, nichtsdestotrotz in Noten gegossenes Gefühl. Und traurig klingt der Schlussakkord in Moll… Da mag man auch nicht ernsthaft über die etwas dumpfe Produktion (Schlagzeug) meckern, sondern zügelt ehrerbietig die Gewalt der Worte. Ein mutiges, grandioses, aufrüttelndes Album einer eh schon tollen Band. Minus mal Minus gibt wahlweise Plus – oder Mourning Beloveth… Womit die Band, die im Vorfeld dieses Albums offenbar von den Quellen des Parnass genascht hat, ganz nah am Doomolymp angekommen wäre.
9,5/10 - PM. (Gastautor)


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