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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MINDPLAGUE

MINDPLAGUE

ANXIETY (17:39 min.)

EIGENPRESSUNG / SELBSTVERTRIEB
Das kleine Städtchen Hachenburg im Westerwald war bislang eher für seine malerische Altstadt und die eigene Brauerei bekannt - aber das dürfte sich womöglich mit der neuen EP von MindPlague ändern, die sich vor vier Jahren aus einer Jamsession heraus gegründet haben. Nach einigen Besetzungswechseln, wie es gerade bei Bands in der Findungsphase beinahe schon normal ist, gab es dann 2011 die erste EP namens "A Walk With Broken Ankles" und jetzt den Nachfolger dieser, der an die damals schon bestehenden Trademarks anknüpft und noch festigt, die da heißen: Thrash-lastige Hardcore-Songs mit hohem Aggressivitäts-Level und ein Sänger namens Sascha, der sich auf den sechs Songs ordentlich die Seele aus dem Körper kotzt. Dabei bedeutet "Aggressivität" in dem vorliegenden Fall nicht einfach stumpfes Losgebolze oder eine Aneinanderreihung von Breakdown- oder Blastbeatparts, sondern sie kann auch gerne mal gedrosselt daher kommen und sich dann erst nach einem Crescendo entladen. MindPlague beherrschen den Spagat zwischen offensiverer und unterschwelligerer Aggression auf jeden Fall perfekt und während der Opener sich urplötzlich in einem rasenden Hardcore-Gewitter entlädt, über dem Sänger Sascha Zeilen wie ""Lick the blood - gnaw the flesh off the bone - submit to the mother - and you´re already done" ausspuckt, geht der zweite Track "Mortified" deutlich träger zu Werke - bis auch er nach einer knappen Minute förmlich explodiert und an "Worship The Virgin" anknüpft. Und so geht es weiter, immer wird das Tempo variiert, werden neue Ideen ausgepackt, mal wird es etwas hektischer, unruhiger, fahriger, dann wieder deutlich straighter nach vorne, simpel in die Fresse, ohne aber jemals den roten Faden aus dem Auge zu verlieren. "Anxiety" ist eine starke EP, weil sie so viel bietet, so viele verschiedene Ansätze und Ideen, und doch immer deutlich macht, dass die Songs zusammen gehören. Dass die Produktion der im Gates of Dawn-Studios aufgenommenen und selbstvertriebenen EP dabei nicht völlig sauber und glattpoliert ist, ist dabei kein Manko, sondern eine Stärke der EP, die den rauen, unverfälschten und abgefuckten Charakter der Scheibe noch untermalt, statt ihn zu konterkarieren. Wer auf fiesen, bedrückenden Hardcore mit großer Thrash-Schlagseite steht, sollte MindPlague auf jeden Fall mal anchecken und sich die EP entweder für Umme runterladen oder viel besser für nur 3 € mit schickem Pappschuber nach Hause kommen lassen: http://www.mindplague.bandcamp.com
Ohne Wertung - CW.


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