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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BLUTMOND

BLUTMOND

THE REVOLUTION IS DEAD (61:35 min.)

CODE 666 /
Die ersten beiden Alben der Schweizer waren ganz und gar an mir vorbeigegangen. Und vielleicht ist es auch gut so, kann man doch so viel unvoreingenommener an das dritte Werk herangehen und sich einfach voll und ganz begeistern lassen. Begeistern von einem Metal-Album, das auf Schubladen und Genre-Grenzen scheißt, sich einen Dreck um Konventionen und Regeln schert und auf „The Revolution Is Dead“ einfach ein eigenes Ding durchzieht. Als Black-Metal-Band gestartet sind die Eidgenossen 2012 weitaus mehr als das. Sie sind ihre eigene Marke, ihr eigener Stil, ihr eigenes Genre. Album Nr. 3 ist innovativ, avantgardistisch und ungeheuer vielseitig – aber es klingt nie gewollt oder mit einem Auge auf die Kritiker schielend, sondern ehrlich und genau so beabsichtigt. Klassische Metal-Riffs vernimmt man ebenso wie Saxophon-, Cello- oder Elektronik-Einlagen, die sich ins Gesamtbild einfügen, als hätte es noch nie etwas anderes gegeben. Das Album wirkt von vorne bis hinten wie ein organisches Wesen, wie etwas Gewachsenes anstatt im Studio zusammen gezimmert worden zu sein. Der vielseitige Gesang, inklusive weiblicher Gastparts (Anna Murphy von Eluveitie), tut sein Übriges, um „The Revolution Is Dead“ zu einem herausstechenden, auch über die volle Distanz von einer Stunde Spielzeit spannenden, weil atemberaubend vielschichtigen Album zu machen, und nach jedem einzelnen Track Lust auf mehr zu machen. Und trotz aller Vielfalt, aller technischen Finessen und trotz des schier unerschöpflichen Reichtums an guten Ideen gibt es immer noch die Black-Metal-Passagen, die Blutmond 2012 mit Blutmond 2009 gemeinsam haben, wie etwa auf dem siebenminütigen Stück „Stop The Rain, Neuzeit Jesus“ zu hören ist. Da merkt man dann, dass sich eine Entwicklung vollzogen hat, eine Entwicklung, bei der aber Gott sei Dank nicht alles über Bord geworfen wurde, sondern eine Entwicklung, die das Gute aus der Vergangenheit mit dem Besten aus der Moderne und Zukunft der Band verbindet. Und wenn man sich die Qualität des neuen Werks so im Gehör zergehen lässt, sieht diese Zukunft für die fünf Schweizer glänzend aus. Jedes einzelne Stück hat seine eigene Seele, seine eigene Identität und seine eigenen Trademarks, die es ausmachen, sein eigenes Tempo, seine eigenen Ideen. Und ganz ehrlich: beschreiben lässt sich das eigentlich mit Worten nur unzureichend. Mehr als „großartig“ bleibt einem nach dem wortwörtlichen Genuss von „The Revolution Is Dead“ auf jeden Fall nicht zu sagen. Großartig! Danke! Persönlicher Anspieltipp ist übrigens „Moonlit ChairT“. Das musste jetzt dann doch noch gesagt werden.
9/10 - CW.


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