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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MUSE

MUSE

THE 2ND LAW (53:36 min.)

WARNER /
Matthew Bellamy ist nach Steven Wilson das momentan vielleicht größte musikalische Genie Großbritanniens. Aber genau wie der Zeremonienmeister des Prog macht es auch der schmächtige Multiinstrumentalist seinen Fans in den letzten Jahren deutlich schwieriger, seinen teils verschrobenen Inspirationen zu folgen. Nach den Hit an Hit reihenden Großtaten „Absolution“ und „Black Holes and Revelations“ folgte bereits mit dem sperrigen „The Resistance“ eine Neuorientierung, die insbesondere Electronica verstärkt in den Vordergrund des Bandsounds rückte – und auch die „rebellische“ Attitüde des Dreizacks herauskehren sollte, ein Ansatz, der angesichts der Massenkompatibilität der Musik und konsequenten Nutzung der angeprangerten Maschinerie seitens der Band verpufft. So geschehen auch auf „The 2nd Law“: die im Titeltrack vorgenommene Kapitalismuskritik mag textlich sowie in ihrer sperrigen Kauzigkeit den Kern der Sache treffen, ballert angesichts der Muse umwehenden aggressiven Vermarktungsstrategien jedoch einige Universen am eigentlichen Ziel vorbei (siehe auch den Auftritt bei der Olympia-Abschlussfeier mit der starken Minioper „Survival“). Dennoch scheint Bellamy darauf aus, sein Publikum zu fordern und an Grenzen zu führen – mit den George Michael-Versatzstücken in „Madness“ gelingt ihm dies zumindest bei mir vorzüglich. Selbst potenzielle Hits wie das Hookmonster „Follow Me“ (U2 klopfen an) werden durch soundtechnischen Spokes zu Geduldsproben – in entschlackter Form live aber sicher zu echten Krachern. „The 2nd Law“ bedarf also mehrerer Durchläufe, bevor es seine Stärken entfaltet. Gerade einige der im zweiten Albumteil untergebrachten Songs wie das verträumte, mit einem wunderschönen Gitarrenlauf gesegnete „Animals,“ die Ballade „Explorers“ (gemahnt an „Invincible“) oder der aus der Feder von Basser Chris Wolstenholme stammende Tanzflächenbeschleuniger „Liquid State“ entpuppen sich als echte Perlen. Zusammen mit den die Stadien definitiv rockenden kalten Grooves des von Bellamy in Falsetthöhen geschraubten Openers „Supremacy“ oder der Discohymne „Panic Station“ sorgen solche Schmankerl dafür, dass „The 2nd Law“ im Vergleich zum Vorgänger als Steigerung bezeichnet werden kann. An die Höhepunkte der eigenen Diskographie reicht es jedoch nicht heran.
7,5/10 - PM. (Gastautor)


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