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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BABYLON WHORE ....

BABYLON WHORES

DEATH TO THE WEST (44:46 min.)

MOTOR / UNIVERSAL
Vor nunmehr acht Jährchen fanden sich Ike Vil, Ewo Meichem, Pete Liha und Jussi Konttinen im kalten, düsteren und ach-so-schlauem Finnland (siehe PISA.:-)) zusammen, um das Hurenhaus in Babylon zu gründen. Nach einigen Umbesetzungen im Laufe der Zeit und zwei regulären Alben ("Cold Heaven", "King Fear") und etlichen anderen Veröffentlichungen, steht jetzt ihr neuester Longplayer zum abbangen am Start: "Death To The West"! Hiili Hiilesmaa (bekannt geworden durch seine Arbeit am Mischpult bei HIM) und volkstauglich gemacht von Jussila von Finnvox am Mastermischpult, besticht "Death To The West" vor allem durch die sehr rockige Grundstimmung. Wenig ist übrig geblieben von den gepriesenen Death-Rock-Zeiten. Eher schleicht sich der bodenständige Hard-Rock in die Stücke ein - was nicht heissen soll, dass die Scheibe fade wäre. Im Gegenthum: das Teil rockt wie die Hölle! Anders als bei den Vorgänger-Alben findet Sänger Ike Vil hier die Möglichkeit, auf der Basis relativ simpler Rockstrukturen, seine tief angelegte Stimme in deren Möglichkeiten voll auszuschöpfen. "Gothic-Rock" wäre wohl eine eher missangelegte Umschreibung. Da ist alles drin: ein bisserl The 69Eyes, an alten BritPunk erinnernde Gitarrensounds, verzerrte Gitarren- und Gesanganfänge (höre: "Mother of Serpents", oder "Dating With Witchcraft"), aber auch der gute, alte (kleine:-))Danzig wird hier wohl eine Art Widerpart vernehmen. Yeah, das neue Album der Finnen hat alles, was man so braucht um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können: den Punk im Hintergrund, das Gespür für die Gesangslinie im rechten Moment, den Rock, wo er vonnöten ist und den sauberen Sound! Es ist kein Goth-Rock-Meisterwerk im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Vervollständigung dessen, was der finnische Musikersumpf an Glanzperlen bisher hervorgestossen hat: eine äusserst angenehme Abhebung im "ich-bin-besser-als-Sentenced und HIM"-Drögigkeiten -Einerlei! Komisch eigentlich, das so was bisher keine deutschsprachige Band zustande gebracht hat. Noch ein paar Worte zu den Lyrics: eigentlich muss keine Mama Angst haben, dass der Sprössling nun langsam und grinsend genüsslich die Rasierklinge ans pulsierende Handgelenk ansetzt, wenn er überhaupt die Lust verspürt das Englischsprachige ins Deutsche zu übersetzen. Das ist eben auch so eine Sache: "Babylon Whores". Die "Huren des Turms zu Babel": Der Grund, warum - nach dem Alten Testament der Bibel - Gott die Sprachen verwirrte. Die "Babylon Whores" haben sich auf das Englische festgelegt. Ist das nicht in dieser Philosophie ein Widerspruch? Nun gut.:-) Finnisch versteht ja sowieso keine Sau :-) Klasse Album! Absolut hörenswert, aber wegen dem trockenen Schlagzeugsound zwei Punkte Abzug!
8/10 - MP


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