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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: METSATÖLL

METSATÖLL

ULG (43:42 min.)

SPINEFARM /
Das malerische, akustische „Agu“ läutet mit einer gezupften Gitarre das neue Werk der estnischen Metaller von Metsatöll ein. Wer die Band noch nicht kennt, dem sei gesagt, dass Attribute wie Pagan oder Folk Metal, mit denen Metsatöll oftmals belegt werden, das Schaffen der Osteuropäer nur unzureichend charakterisiert, denn klassisch mittelalterliche Instrumente wie Flöten oder Kantele spielen hier eher eine untergeordnete bzw. begleitende anstatt dominante Rolle. Viel mehr wird der paganistische Anstrich durch die in Landessprache verfassten und damit für europäische Ohren direkt etwas mystisch wirkenden Texte erzielt, sowie durch die Rhythmen der Musik. Diese ist zwar wesentlich thrashiger als bei vielen anderen Bands mit heidnischer Ausrichtung, aber alleine durch die Melodien, die Stimmung, die man transportiert, wirkt das Ganze trotz aller modernen Instrumentalisierung altertümlicher als erwartet. Die Texte auf „Ulg“ entziehen sich leider aufgrund eines Filmrisses im Bereich der Estnischen Sprache meiner Kenntnis, aber die kämpferischen Themen der bisherigen Werke, die sich nicht selten um die zahlriechen Kriege gegen die wechselnden Besatzer des kleinen baltischen Staates drehten, dürften auch dieses Mal wieder eine Rolle gespielt haben. Dazu passen die grimmigen, leidenschaftlichen und wie bei „Rabakannel“ auch einmal kummervollen Klänge des Quartetts in jedem Falle. Das sieht man auch daran, dass die Band in ihrer Heimat kein Underground-Dasein fristet sondern in der Öffentlichkeit angekommen ist. Mit solch einer Musik Stadien zu füllen und Preise abzuräumen kann sonst nicht jede Band von sich behaupten. Wer auf Pagan oder Folk Metal steht, wer auch einmal abseits der ausgetretenen germanisch-skandinavischen Pfade wandeln möchte, wer sich der Magie Osteuropas nicht verschließen möchte, dem sei „Ulg“ daher auf jeden Fall ans Herz gelegt.
8/10 - CW.


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