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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BLUT AUS NORD

BLUT AUS NORD

777 – THE DESANCTIFICATION (51:03 min.)

DEBEMUR MORTI /
Franzosen sind ja generell für ihre etwas extravagantere Art bekannt und Blut Aus Nord, die ja meistens in die Black Metal-Schublade gesteckt werden, machen da keine Ausnahme. Denn den aktuellen Stil der Drei als Black Metal zu bezeichnen ist hochgradig unzutreffend. Zumindest was die akustische Seite der Band angeht. Statt flirrender Gitarren und heiserem Gekeife gibt es bei Blut Aus Nord breit angelegte, fast schon Ambient- oder Doom-mäßige Soundteppiche mit hohem Keyboard-Anteil, die das Ganze sehr sphärisch, mystisch und bedrohlich wirken lassen. Bedrohlicher, als das mit offen zur Schau gestelltem, manchmal unfreiwillig komischem Aggressionsgebaren der Fall wäre. „The Desanctification“, nach „Sect(s)“ Teil 2 der „777“-Trilogie, ist ein okkulter, atmosphärisch dichter Paukenschlag, der beinahe zur Gänze ohne Gesang auskommt – und wenn, dann scheint dieser eher im Hintergrund zu schweben, bedrückend wie ein Damoklesschwert. Vindsval, Kopf, Gitarrist und Sänger der Band, scheint sich absichtlich zurückzuhalten, um die belastende und angespannte Stimmung noch etwas auskosten zu können, während seine Mitstreiter Ghost (Bass) und W.D.Feld (Keyboards/Drum-Computer) dafür sorgen, dass die Beklemmung und das Gefühl, von etwas nicht Greifbarem beobachtet zu werden, nicht nachlässt . Die wenigen Texte, die es auf "The Desanctification" zu hören gibt, drehen sich in erster Linie um spirituelle, philosophische und individuelle Themen und vermeiden es absichtlich, sich in sattsam ausgelutschten Klischees zu verlieren. Dies ist auch der erklärte Anspruch Vindsval´s, der Blut Aus Nord als künstlerischen Entwurf sieht - einen Anspruch, der sich auch in der Gesamtausarbeitung seiner Werke wiederspiegelt. "The Desanctification" wirkt nämlich wie ein einzelnes, komplexes Gebilde, nicht wie eine Scheibe mit unterschiedlichen Stücken, wozu auch die schlicht „Epitome VII“ – „Epitome XIII“ benannten Lieder beitragen, die „The Desanctification“ noch einmal mehr in das Gesamtwerk der Trilogie einbinden. Ein hochklassiges Gebilde, um es noch einmal zu betonen. Auch wenn es viele Leute – sowohl in der Black Metal- als auch in der „normalen“ Metal-Szene – geben wird, die zu dem hier Dargebotenen keinen rechten Zugang finden werden (inklusive des Korrekturlesers;LL), bleibt es für die Übrigen doch enorm spannend, welchen Abschluss Blut Aus Nord auf dem letzten Teil der „777“-Trilogie finden werden. „777 – The Desanctification“ ist auf jeden Fall eine schwarze Perle der Tonkunst.
8/10 - CW.


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