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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MALEFICE

MALEFICE

AWAKEN THE TIDES (52:26 min.)

METAL BLADE /
Ob Metal Blade den Engländern einen Gefallen damit getan hat, sie auf gewisse Art und Weise in einen Topf mit den ganz großen Landsmännern des Business - Black Sabbath, Motörhead, Iron Maiden - zu werfen? Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Definitiv ist "Awaken The Tides" ein fettes und aggressives Album, welches sich verschiedener (wenngleich auch nah verwandter) Genres bedient und dadurch auch in Zeiten, wo der Stilmix schon fast zum guten Ton gehört, interessant bleibt. Dale Butler schreit, keift und brüllt sich durch die zehn Songs, als würde das Beschwören der Fluten alleine auf seinen Schultern liegen und die beiden Gitarristen - Ben Symons und Alex Vuskans - versorgen ihn dafür mit der nötigen Energie in Form von Melodien, die sich mal mehr in Richtung Mathcore oder technischem Metalcore a la "This Or The Apocalypse" oder "August Burns Red" bewegen und mal in Richtung Groove Metal der Marke "Devildriver" oder "Lamb Of God" schielen. Man versucht auf jeden Fall stets durch Tempiwechsel, Breaks und Stilveränderungen innerhalb der Songs spannend und unvorhersehbar zu bleiben, was auch grundsätzlich gelingt. Craig Thomas, der Fellgerber des Quintetts, trommelt sich derweil hinter seiner Schießbude seine Finger und dank regelmäßiger Doublebass-Orgien auch die Füße wund, um seine Vordermannschaft inkl. Bassist Tom Hynes auf Trab zu halten; so auch beim melancholischen "Minutes", dem mit Abstand besten Song der Platte, auf dem das instrumentale Zusammenspiel und der anklagende Gesang Butlers perfekt miteinander harmonieren. Und auch das nachfolgende "Baying For Blood", bei dem man sich an das erste Werk der US-Amerikaner von "The Red Death" erinnert fühlt, zeigt die ganze Klasse der Engländer auf, die, wenn sie denn wirklich wollen, in der Lage sind, einnehmende Metalsongs zu komponieren, die zwar nicht neu sind, aber trotzdem überzeugen. Aber: Leider funktioniert das (noch) nicht über die volle Distanz, so dass man hin und wieder auch den Finger auf die Skip-Taste legen möchte, um sich nicht unbedingt Durchschnittskost wie "Outnumbered, Outgunned" anhören zu müssen. Wer aber Songs wie das angesprochene "Minutes" geschrieben hat, der kann eigentlich nicht schlecht sein, und so bleibt die Hoffnung, dass der Nachfolger zu "Awaken The Tides" dessen Fehler ausmerzen und sich vollends vom Ballast der Belanglosigkeit lösen wird. Ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss.
7/10 - CW.


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