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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MARC ALMOND / ....

MARC ALMOND / MICHAEL CASHMORE

FEASTING WITH PANTERS (60:49 min.)

CHERRY RED /
Marc Almond hat in seiner mittlerweile fast 30jährigen Musikkarriere – neben schwülstigen Schmachtpop und leichtfüssigen Chartstürmern - immer wieder ein Faible für aussergewöhnliche Projekte gehabt, denen man eher den Stempel „Kunst“ denn „Gefälligkeit“ aufdrücken mochte. So arbeitete er mit Künstlern wie Clint Ruin, Psychic TV, Coil oder eben Current 93 zusammen. Alles Musiker, die man eher selten in den Hitparaden findet und die auf ihre Art und Weise immer für einen eher gehobeneren Anspruch stehen.
„Feasting with Panters“ ist die neueste Arbeit des kleinen Engländers, die sich eben in jene Galerie mühelos einreiht. Zusammen mit dem Multiinstrumentalisten, Komponisten und Arrangeur Michael Cashmore – den meisten sicherlich von Current 93 bekannt – entstand eine CD, die sich ausschließlich der Vertonung von Gedichten widmet. Spätestens jetzt, wenn man sich die Namen der Dichter anschaut – Jean Genet, Arthur Rimbaud, Eric Count Stenbock, Jean Cocteau, um die Bekanntesten zu nennen – wird klar, dass es sich bei „Feasting with Panters“ nicht um eine x-beliebige Popscheibe handeln kann. Zu komplex, zu düster, zu erotisch, zu philosophisch sind die Texte. Kongenial – wie nicht anders zu erwarten – vertont von Michael Cashmore, der keine Songs, sondern überbordende Elegien aus Neoklassik, Neofolk und beinahe experimentellen Kompositionen, größtenteils ohne Rhythmussequenzen, komplett akustisch (mit Ausnahme weniger, eher angedeuteter E-Gitarren-Riffs), schuf – ist eine der anspruchsvollsten Platten der letzten Jahre entstanden. Ideengeber war David Tibet, der Marc Almond ein Buch mit Gedichten von Eric Count Stenbock gab, was diesen wiederum dazu inspirierte, sich mit Cashmore in Verbindung zu setzen, um nach und nach an den Songs zu arbeiten. Man meint, auch irgendwie Tibets Handschrift immer wieder zu hören, obwohl das doch „nur“ Cashmore sein kann, der mittlerweile in Berlin lebend, alle musikalischen Parts erarbeitete, die in London von Almond – gewohnt leidenschaftlich und ausdrucksstark - eingesungen wurden.
Fazit: „Feasting with Panters“ ist eine CD, die sicherlich Pflicht für jeden Current 93- und Marc Almond-Fan ist. Darüber hinaus für all die, die bereit sind, sich mit eher anspruchsvollen – ja durchaus auch anstrengenden - musikalischen Werken auseinander zu setzen – und hier mag man Jaques Brel, Anthony and the Johnsons, Scott Walker und Artverwandte erwähnen, um das Werk halbwegs einzugrenzen. Grundsätzlich entzieht es sich aber jeder Bewertung durch eine Punktzahl, weshalb ich auch hier darauf verzichte. Der Hörer muss diesmal wirklich selbst entscheiden.
Ohne Bewertung - TS.


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