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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BLOOD CEREMON ....

BLOOD CEREMONY

LIVING WITH THE ANCIENTS (51:56 min.)

RISE ABOVE / SOULFOOD
70ies-inspirierter Okkult-Rock Folge 7.612. Man fühlt sich beinahe an diverse in Hartwurstkreisen offenbar gar nicht so unbeliebte Stangenware deutscher Soaps erinnert, wenn man sich die Veröffentlichungsflut in diesem Subgenre so anschaut – viel Masse, wenig Klasse. Anders verhält es sich da mit Blood Ceremony, die auf ihrem Zweitling die Extreme dieses Sounds auf ihre ureigene Weise ausloten und zumindest streckenweise kongenial zusammenfügen. Mächtiges Doom-Riffing (im hitverdächtigen Albumhöhepunkt „Oliver Haddo“), fetzige Rock-Abfahrten (der klasse Opener „The Great God Pan“ versteht, beides organisch zu verbinden, während der opulente Raussschmeißer „Daughter of the Sun“ mitunter kleine Wirbelstürme entfesselt), folkige Jethro Tull-Einschübe (nicht zuletzt durch Alia O’Briens im Vergleich zum Debüt songdienlicher eingesetzte Querflöte forciert, etwa in den Instrumentals „The Hermit“ und „The Witch’s Dance“) sowie von knarzigen, Horrorfilm-mäßigen Hammond-Orgeln untermalte kraut-proggige Psychedelic-Abfahrten bilden die Eckpfeiler des Blood Cermonyschen Soundaltars. Zwar verstehen es die Kanadier vorzüglich, diese Ingredienzien organisch zu einem stimmigen Ganzen zusammen zu fügen und die Mischpoke zudem zumindest auf Platte um einiges zwingender und knackiger einzuspielen als zum Beispiel die Szeneikonen Jex Thoth. Allerdings gibt es auch einen deutlichen Kritikpunkt: bei aller instrumentalen Experimentierfreude sind O’Briens Gesangslinien sehr einförmig ausgefallen, zudem setzt sie ihr angenehm-sonores Organ wenig abwechslungsreich ein – etwas mehr Schmackes anstatt vornehmer, die Kompositionen bloß untermalende Zurückhaltung wäre mitunter sehr begrüßenswert. Bei zwei in Bad Hersfeld und Marsberg ansässigen Herren dürfte dieses Album nichtsdestotrotz für Verwirrungen im Hormonhaushalt sorgen. Und im Underground werden sicher wieder reihenweise Höchstnoten gezückt – ein wenig Zurückhaltung tut da Not. Dennoch darf man auf den Gig beim kommenden Hammer of Doom gespannt sein. http://www.myspace.com/bloodceremony
7,5/10 - PM (Gastautor)


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