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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RADWASTE

RADWASTE

SAME (58:30 min.)

EIGENPRODUKTION / SELBSTVERTRIEB
Zu allererst mal ein dickes Lob für den schwarzhumorigen Bandnamen der in der Nähe zweier Atomkraftwerke gegründeten Schweizer Formation Radwaste! Passend zum Namen windet sich auf deren Album-Cover auch noch eine Klapperschlange um einen Totenschädel mit Gasmaske, was mich irgendwie an den Auftritt der Thrasher von Anthrax vor einigen Jahren mit weißen Schutzanzügen erinnert. Und auch musikalisch gibt´s stilistische Parallelen zu den Herren um Scott Ian oder zu Bay Area-Bands wie Megadeth und Metallica, denn auf dem selbst betitelten Debüt der vier Eidgenossen finden sich fulminante Thrash-Klopper, angereichert mit Hardrock-Zitaten bzw. ganz vereinzelt auch Alternative- oder Glamrock-Einflüssen. Das Markenzeichen der Gruppe ist sicherlich Sänger Daniel Jerosch, dem für die ganz große Thrash-Schule zwar noch ein wenig Aggression in den Stimmbändern fehlt, dessen rauer Gesang aber dafür wie die Faust aufs Auge zu den gemäßigteren Songs passt, wo´s auch mal etwas gefühlvoller zur Sache geht. Ob dies reicht, um den Mädchen die Herzen höher schlagen und die Schlüpfer feucht werden zu lassen, wie man behauptet, kann ich noch nicht nachvollziehen, aber Songs wie das rockige "Live Fast" oder "Metamorphosis" sind eindeutig gut genug um als Metaller die Matte kreisen zu lassen - oder in Ermangelung von Haupthaar zumindest mitzuwippen und eine Kanne aufzuziehen. Technisch sind die Jungs nämlich über jeden Zweifel erhaben, was auch die immer wieder eingestreuten 80er-Jahre-Soli zeigen. Ob einem als Thrash-Fan der Gesang von Herrn Jerosch zusagt, muss letzten Endes jeder für sich selbst entscheiden, aber zumindest zeigen die Jungs von Radwaste, dass sie keine reinrassige Kopie von X oder Y sind. Insgesamt ein durchweg gelungenes Debüt.
7/10 - CW.


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