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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MERCENARY

MERCENARY

METAMORPHOSIS (49:00 min.)

NOISEART / EDEL
Mercenary tummeln sich bekanntlich seit geraumer Zeit im Metal-Underground, haben es bisher aber trotz konstantem Touring (etwa im Vorprogramm Nevermores) und attraktiven Festival-Slots nicht geschafft, ihren Status als ewiger Insider-Tipp abzustreifen. Daran schuld könnte auch sein, dass man gerade auf den beiden letzten Alben „The Hours That Remain“ und „Architect Of Lies“ das im Metal so gefährliche Spiel mit dem symphonischen Bombast etwas zu forsch anging und die Kompositionen zu aufgebläht erschienen. „Metamorphosis“ heißt das neue Album denn auch nicht zufällig, denn die Band hat in vielerlei Hinsicht Ballast abgeworfen. Vordergründig zeigt sich dies durch den Weggang von Drummer Mike Park und insbesondere der Gebrüder Sandager, deren Vokal- und Keyboard-Artistik immerhin eines der Markenzeichen Mercenarys geworden waren. Jedoch machte die verbliebene Mischpoke aus der Not eine Tugend und versuchte gar nicht erst adäquaten Eratz zu finden, sondern nutzte die Gelegenheit, um den Bandsound hörbar zu entschlacken und in aggressiver fließende Fahrwasser zu lenken. Bassist und Stefan Raab-lookalike René Pedersen, seit jeher für die Shouts zuständig, schlägt sich auch als neuer Leadsänger hervorragend und endveredelt die abgespeckten, zupackenderen Kompositionen mit feinen Melodien. Natürlich verzichten Mercenary mitnichten auf alle ihre Trademarks, aber das zuletzt teils etwas verworrene Puzzle aus hartem Thrash-Riffing, modernen Grooves und catchy Hooks erstrahlt anno 2011 einiges heller, nicht zuletzt da man auf die Songs überfrachtende Soundspielereien nunmehr verzichtet oder sie, wie etwa im Verlaufe des vielschichtigen „In A River Of Madness“ (könnte gar auf einem The Arcane Order-Longplayer stehen), deutlich besser arrangiert. Basisch in Flammen stehende, Alternative-Elemente integrierende Hookperlen wie „Memoria“ oder „The Follower“ hatte man auf den letzten Alben, zumindest in dieser Konsequenz zu Ende gedacht, vergeblich gesucht. Der Teufel steckt diesmal tatsächlich im Detail und wandelt nicht allgegenwärtig durch ein allzu dicht gewobenes Soundgeflecht; der Song ist der Star auf „Metamorphosis.“ So benötigt das Album auch einige Durchläufe, bis sich die zahlreichen hintergründigen Melodien einprägen und die allgegenwärtigen rhythmischen und atmosphärischen Gimmicks ihre volle Wirkung entfalten können. Ist dies jedoch geschehen, kommt man nicht umhin zu konstatieren, dass Mercenary ihr bestes Album seit „11 Dreams“ zurechtgebogen haben. Freunde modernen, melodieorientierten Metals wird „Metamorphosis“ definitiv nicht kalt lassen. http://www.myspace.com/mercenarydenmark oder http://www.mercenary.dk/
8/10 - PM. (Gastautor)


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