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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MOONSORROW

MOONSORROW

VARJOINA KULJEMME KUOLLEIDEN MAASSA (61:10 min.)

DRAKKAR / SONY
Spätestens mit ihren beiden letzten Veröffentlichungen, dem superben Album „Hävitetty“ sowie der nicht minder herausragenden „Tulimyrsky“-EP, haben sich Moonsorrow für die Top 4 der Champions League im Bereich epischen Folk/Pagan/Black-Metals qualifiziert. Wie wirklich keine andere Band verstehen es die finnischen Zungenbrecherfetischisten, im Verlaufe ihrer zu Eintönigkeit neigenden, ausladenden, durchgängig die 10 Minuten-Schallmauer durchbrechenden Wundertüten die Spannung, die ihre Riffs von der ersten Sekunde an zu erzeugen wissen, durch luftige Strukturen, dichte Soundscapes, genau dosierte, inspirierte Wendungen sowie spärlich erstrahlende Hooks aufrecht zu erhalten. Akrobatisch vollführt man dabei den Spagat zwischen garstiger Black Metal-Authentizität und gehobenem musikalischem Anspruch – klirrende nordische Kälte trifft immer wieder auf wärmende, mit finnischer Folklore durchsetzte symphonische Spurenelemente, und zwar bis zu jenem Punkt, an dem beide zu einem großen, wunderschönen und harmonischen, immer aber auch bizarren Ganzen verschmelzen. Dabei geht man auf „Varjoina…“ (erneut gibt’s englische Übersetzungen der durchgängig finnischen Lyrics) nach den alle Grenzen sprengenden, gewaltigen Epen der beiden eingangs erwähnten modernen Klassiker einen kleinen Schritt zurück und konzentriert sich auf vier zwar noch immer ausladende, aber trotzdem fokussiert vorgetragene akustische Kurzgeschichten, die man kunstvoll zusammen spinnt. Herzstück eines Albums, dass man übrigens auch gerne mal mit geschlossenen Augen unter dem Kopfhörer genießen darf, ist der mit herzzerreißenden Melodien glänzende, schlicht grandiose Seelenwärmer „Huuto,“ der die ganze kompositorische Klasse und spirituelle Dichte des Ensembles versinnbildlicht. Somit zementiert „Varjoina...“ Moonsorrows Ausnahmestatus unter den extremen, avantgardistischen Metalbands, zu deren Speerspitze man sich zusammen mit Enslaved, Primordial oder Melechesh inzwischen zählen darf, klingt es doch mal wieder, als würden Quorthon und Tolkien zusammen die Kalevala interpretieren. Großer emotionaler Sport! http://www.myspace.com/moonsorrow oder http://www.moonsorrow.com/
8,5/10 - PM (Gastautor)


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