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ALLE REVIEWS :: Index: 'A' :: ABORYM

ABORYM

PSYCHOGROTESQUE (45:38 min.)

SEASON OF MIST /
Aborym verkörpern in doppelter Hinsicht eine Premiere für mich, denn die Band selbst ist mir bisher noch nicht untergekommen und auch italienischer Black Metal hatte sich bislang nicht bei mir verirrt. In Sachen Aborym gilt es noch zu erwähnen, dass es sich bei der Musik bei genauer Bezeichnung um Industrial Black Metal handelt und „Psychogrotesque“ der mittlerweile fünfte Output der Italiener ist. Was auf „Psychogrotesque“ aufgefahren wird, sind demzufolge auch die klassischen Zutaten, wobei man neben krankem Black Metal-Gekeife auch Cleangesang einstreut, der jedoch eher schwachbrüstig und farblos bleibt. Ebenfalls farblos bleiben die Drumbeats, die keine Note oder einen gehörigen Wumms beisteuern können. Synthetische Drums haben mich noch nie überzeugen können. Insgesamt sind die Italiener sehr experimentell und verspielt, denn die Keyboardklänge loten vom einfachen Geklimper bis hin zu mitreißenden Industrial-Arrangements alles aus was geht und können so auch Ausrufezeichen setzen (’VIII’). Auf Songtitel hat man auch gleich verzichtet, was den konzeptionellen Ansatz des Albums zur Geltung bringt. Wenn es mal richtig schwarzmetallisch zur Sache geht, legen sich die Italiener auch ordentlich ins Zeug und geben so richtig Gas. Eine weitere Abwechslungskomponente sind die vielen verschiedenen Samples, die für eine erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Im Instrumental ’IX’ erklingt die liebliche Spieluhr, die den aktuellen Chartstürrmer ’Over The Rainbow’ (ihr erinnert euch? Der kleine Haitianer mit seiner viel zu großen Ukulele???) erklimpern lässt. Das abschließende ’X’ geht gute siebzehn Minuten zur Sache, verstummt dann gute acht Minuten und offenbart sich für die letzten Minuten als Hidden Track, was dann auch die Gesamtspieldauer von über neunundzwanzig Minuten erklärt. Insgesamt hat mir „Psychogrotesque“ nicht nur gefallen, sondern auch Rätsel aufgegeben, denn das Album ist reichhaltig und abwechslungsreich, lässt für mich aber so etwas wie einen roten Faden vermissen. Bei reiner Bemessung am Albumtitel wird es wiederum stimmig, die erzeugten Stimmungen sind vielfältig und musikalisch hat man abwechslungsreich bebildert. Es gibt bei den Italienern immer wieder etwas zu entdecken, so dass sich „Psychogrotesque“ von Mal zu Mal entfalten wird, man muss nur etwas Muße mitbringen und dem Album eine Chance einräumen. Starke Sieben!
7/10 - RB


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