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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: METAL INQUISI ....

METAL INQUISITOR

UNCONDITIONAL ABSOLUTION (60:20 min.)

HELLION / SOULFOOD
Es war mir bisher gar nicht bewusst, dass Monsterbasser Lücker die Veröffentlichung des Metal Inquisitor-Debüts „The Apparition“ zum Anlass genommen hatte, seine Qualitäten als Bandschlächter unter Beweis zu stellen. Er schloss sein 4 Punkte-Massaker dereinst mit der an sich selbst gerichteten rhetorischen Frage „ob jeder Metal-Fan seinen Helden mit einer offiziellen Veröffentlichung Tribut zollen muss?“ Einige Jahre später antworte ich: nö, Metal Inquisitor müssen jedoch sehr wohl. „The Apparition“ war zugegeben durchwachsen, aber Genreperlen wie „Daze Of Avalon“ oder „Bernardo Gui“ hätte man getrost schon damals loben dürfen. Egal, denn heutzutage haben sich die Kowwelenzer ;-) nach nur mehr zwei weiteren Alben felsenfest in der Szene etabliert. Inwiefern der aus Dortmund ausstrahlende Hype dafür verantwortlich ist, möchte ich hier nicht diskutieren. Bewertungsgrundlage für eine Rezension sind beim in welcher Hinsicht auch immer unbestechlichen Teil der Journaille nach wie vor die Songs, und an diesen gibt es auf „Unconditional Absolution“ mit Ausnahme des stinklangweiligen „Satan’s Host“ (genauso lahm wie des Tyrants Spielwiese) wenig zu mäkeln. Wer auf ein „best of both worlds: NWOBHM meets American Power Metal“ steht (die amerikanische Komponente kommt mir in Reviews immer viel zu kurz), der ist bei Metal Inquisitor weiterhin bestens aufgehoben. Wobei: das ungestüme Element ist größtenteils einer subtilen Melodik gewichen, die sich in großzügigeren Arrangements vollends entfalten darf. Wenn Blumi (wahrhaftig einer der besten Gitarristen des Undergrounds, der einige der nobelsten Soli und Harmonien des Jahres abliefert) heute ein Savage (Grace)-Gedächtnisriff zelebriert („Betrayed Battalion“), so wird der Plagiatsvorwurf sofort durch einfallsreiches und mehrdimensionales Songwriting abgefedert. Mit „Suffer The Heretic To Burn“ gibt’s auch den üblichen „Kill ’em All“-soundalike, aber das war’s auch schon an Berechenbarkeit. Vielmehr sollte der geneigte Hörer vielschichtigen Riff- und Hookwundern wie dem schier arschgeilen Banger „The Arch Villian“ genüsslich die neue Klasse meiner in der Muttersprache wohltuend dem Moselfränkischen huldigenden Landsleute entnehmen. Gleich ob man straighte Rocker herauspickt („Neropolis“) oder aber komplexer komponierte Stücke als Zeugen haftbar macht: hier ist unzweifelhaft eine Klassecombo am Werke. Um die Ecke gedachtes Zeux gibt es diesmal etwa in Form von „Quest For Vengeance“ (da hatte sich Blumi vorher wohl ausgiebig an „Powerslave“ delektiert) oder „The Path Of The Righteous Man“ in ausreichender Anzahl zu bestaunen, ein weiteres Indiz für die neu gewonnene kompositorische Klasse. An allen Ecken und Enden erstrahlen auch die von Chris einst vehement in höherer Anzahl eingeforderten Maiden-Breaks und -Harmonien in vollem Glanze, und all dies authentisch und der Jahreszeit entsprechend warm produziert. Zu dieser Scheibe werde ich mit Lude alias Obliveon-LL beim Rock Hard-Festival mal ein dickes Premium-Pils schlabbern. Bang that head und so weiter… Dicke-fette acht Punkte mit deutlicher Aufwärtstendenz, wobei ich das Gefühl nicht loswerde, dass die Songs bei besserer Anordnung noch an Strahlkraft gewonnen hätten.
8/10 - PM (Gastautor)


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