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ALLE REVIEWS :: Index: 'F' :: FALLEN ANGEL

FALLEN ANGEL

CRAWLING OUT OF HELL (72:15 min.)

EIGENPRODUKTION / US-IMPORT
Diese Amis haben ein Vorbild, welches da auf den Namen Iced Earth (neueren Datums) hört. Einem ungeheuer schwer nachzueifernden Vorbild, gehören Iced Earth doch – egal mit welchem Sänger – zu einer der erfolgreichsten US Metal Bands überhaupt. Angesichts der Liebe, der Energie und sicherlich auch des Geldes, welches der in New York ansässige Fünfer in seine Band gesteckt hat, muss man allerdings nicht verzagen. Das geht schon bei der Aufmachung los: das 32-seitige, farbige Booklet mit allen Texten, Erläuterungen zu den Songs, begleitenden Artworks, Band-Pics und Thanx-List ist so dick, dass die CD-Hülle kaum noch zugeht. Die über 72 Minuten Spielzeit sind angefüllt mit erstklassigem US Metal mit komplexem Aufbau, solider Rhytmusarbeit, tollen Twin Leads, erstklassigen Riffs und Soli, den typischen Harmonien des Heavy Metals und einem Sänger, der sowohl die düsteren Momente als auch die hohen Schreie beherrscht und ein recht breites Stimmspektrum aufweist. Alles in allem klingt ‚Crawling Out Of Hell’, dies kommt in vielen Songs durch, wie ein Album, welches auch aus der Feder von Iced Earth stammen könnte, wenngleich dies nirgendwo so sehr durchschimmert wie im letzten Track ‚Grant Me Peace’. Fairerweise muss man sagen, dass Fallen Angel nicht wie ein Iced Earth-Abklatsch klingen, dazu hat man zu viel eigene Identität eingebracht. Klassische Gitarrenarbeit a la Judas Priest oder Iron Maiden sind ebenso zuhauf zu finden wie andere typische Regularien des besten US Metals (Sanctuary, Leatherwolf, Cage, Queensryche etc.) Das ist umso besser, da Fallen Angel (derzeit noch) zwei Handicaps aufweisen, welche ‚Crawling Out Of Hell’ von der Höchstnote ein gutes Stück weit abrücken, denn trotz starken Songwritings und toller Performance bräuchte dieses Album bei der Komplexität der Kompositionen eine Produktion die weniger roh klingt und den Tracks mehr Transparenz gibt. Auch ist Mr. Steve Seniuk – und da wären wir beim wahrscheinlich ungerechten Vergleich – ein sehr guter, variabler Sänger, aber er ist - Stand heute - weder ein Matt Barlow noch ein Tim Owens, und weder mit deren Stimmbrillanz, noch mit deren Charisma ausgestattet. Wenn das aber so wäre, dann würde euch in Form von ‚Crawling Out Of Hell’ ein echtes Zehner-Album vorliegen. Angefangen vom speedigen Opener ‚Sinner’s Vengeance’ über das geniale ‚Blood On My Soul’ sowie das radiotaugliche ‚The Answer’ (nicht umsonst die Single-Auskopplung) bis hin zu den beschaulicheren (ohne ins komplett balladeske abzudriften) ‚Leaving It All Behind’ und ‚Sad Wings’ (eine Prise Queensryche) gibt es nur allerbeste Kost unter den 20 Songs und instrumentalen Intermezzi.
Das Storykonzept basiert übrigens auf einem Roman eines der beiden Gitarristen der Band, John Cruppe (siehe http://www.johncruppeauthor.com ), welcher kurz gesagt von dem ewigen Kampf zwischen Gut und Böse handelt sowie der (fast-)toten Hauptperson Luke, die durch einen Autounfall zwischen die Fronten gerät. Das Konzept wird übrigens auch live umgesetzt, indem die fünf Musiker auf der Bühne jeweils eine Person der Story darstellen. Maskierung und Bemalung inklusive. Wen das Konzept fasziniert, der sollte sich überlegen den Wälzer direkt mit der CD im Doppelpack zu bestellen. Zweiter Gitarrist ist übrigens Robb Lotta, seines Zeichens einstmals Axtschwinger bei Belladonna, der selbstbenannten Band des besten Ex-Anthrax-Shouters und somit der wahrscheinlich bekannteste Musiker des Trupps.
http://www.fallenangelofficialwebsite.com ; http://www.myspace.com/bandsitefallenangel
Das Beste aber zum Schluss: ebenso wie der Roman ist auch die Musik auf drei Releases ausgelegt und CD-Werk Nummero Zwo mit dem Arbeitstitel ‚Cast Out Of Heaven’ ist bereits in der Mache.
8,5/10 - SBr


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