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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MELECHESH

MELECHESH

THE EPIGENESIS (71:29 min.)

NUCLEAR BLAST / ARNER
War schon der Vorgänger „Emissaries“ (auf dem Bandkopf Ashmedi mit dem Tea Party-Cover „Gyroscope“ einen erlesenen Musikgeschmack bewies) ein echtes Highlight für Freunde progressiver extremmetallischer Klänge, so darf „The Epigenesis“ als Meilenstein in diesem Subgenre gelten. Beeindruckend, mit welcher Selbstverständlichkeit die Band ihre komplexen Soundgebilde inzwischen zu schlüssigen Songs arrangiert. Hier verschmelzen traditioneller Black Metal, orientalisch-sumerische Melodieführung (dabei scheint tatsächlich auch nicht selten der Tea Party-Einfluß durch – „A Greater Chain Of Being“) und Rhythmen, exotische Instrumentierung, perkussive Elemente sowie traditioneller Metal zu einer atemberaubend schönen Symbiose, deren hypnotischer Schönheit sich sowohl Schwarzmetallpuristen als auch aufgeschlossene Metaller (Lude, wegtreten ;-) kaum werden entziehen können. Zu keiner Sekunde merkt man dem diesem visionären Kopfkino die monatelange akribische Studioarbeit an (die voluminöse Produktion, von Ashmedi selbst besorgt, ist f-a-n-t-a-s-t-i-s-c-h!); obwohl fast alle Songs beinahe sekündlich mit neuen kompositorischen und produktiostechnischen Details aufwarten, wirkt keine der Kompositionen auch nur einen Moment überladen, sondern ihr Facettenreichtum übt eine schlicht faszinierende Sogwirkung aus. So kommen auf wundersame Weise sowohl Freunde geradliniger, schnörkelloser Riffkunst als auch solche vertrackter Progirrgärten auf ihre Kosten. Ein echtes Kunststück, immer avantgardistisch, niemals prätentiös vorgeführt. „The Epigenesis“ ist abwechselnd abstoßend brutal, mitleiderregend fragil, bezaubernd schön oder abgrundtief häßlich – ein Füllhorn an erhabenen Emotionen und künstlerischer Weitsicht. Als Test mag man akustische Großtaten wie „Ghouls Of Nineveh,“ „Sacred Geometry,“ „The Magickan And The Drones,“ „Illumination“ oder dem Wort „Epik“ in musikalischer Hinsicht zu neuer Bedeutung verhelfende Titeltrack zu Rate ziehen; wer diese Göttergaben (jaja, liebe Antiko[s]mischen…) nicht zu schätzen weiß, dem wird sich das Faszinosum „The Epigenesis“ definitiv verschließen. Ob dieses Album auch die Apotheose des Bandsounds darstellt, muss die Zukunft zeigen. Zu toppen wird dieses feinst gearbeitete Kleinod jedenfalls nur schwerlich sein, denn wenn dieser Sturm nach gut 70 Minute verebbt, dann hat man das Gefühl, Zeuge von etwas ganz Großem geworden zu sein. Für mich definitiv eines der Kunstwerke des Jahres, auch und besonders weil es herzerfrischend unorthodox daherkommt.
9,5/10 - PM (Gastautor)


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